Vor einiger Zeit habe ich bei Facebook eine Umfrage erstellt: „Warum betreut ihr eure Kinder selbst?“

Die Flut an Antworten hat mich berührt, die Worte sowieso. In einer Zeit, in der es nicht mehr normal ist, kleinen Kindern morgens draußen zu begegnen und die Spielplätze menschenleer sind, tut es so gut, eine Gemeinschaft von Mamis zu haben, die, genau wie man selbst, die Entscheidung getroffen haben, ihre Kinder selbst und ständig zu betreuen.

Weil viele immer mal wieder mit Zweifeln konfrontiert werden, ob der Weg tatsächlich der richtige ist, liste ich hier alle Antworten auf, natürlich anonym, die ich damals bekam. Lasst uns aufstehen und den lauten Stimmen da draußen entgegenrufen: „Mein Herz kennt den Weg!“

Und los geht´s, Mamis:

„Ich möchte meine kleine Tochter selbst betreuen, weil ich es so genieße, jedes Wunder dieser Welt mit ihr gemeinsam zu entdecken, und jeden neuen Entwicklungsschritt mit ihr zu erleben. Diese Zeit kommt nie wieder und sie ist für mich mehr wert als alles Geld dieser Welt.“ 😊

„Weil die Zeit nie wieder kommt.“ ❤️

„Weil nur die Eltern die besten Betreuer sind.“

„Wir haben uns dazu entschieden unsere Kinder mindestens die ersten 3 Jahre selbst zu betreuen, da diese Zeit die prägendste Zeit für die Kleinen ist. In dieser Zeit sind Eltern die wichtigsten Bindungs-bzw. Bezugspersonen. Bindung ist die Grundlage für alles weitere. Alles weitere baut auf einer sicheren Bindung auf, wie das Urvertrauen und das Selbstvertrauen etc. Und da ich selbst jahrelang in Kitas gearbeitet habe, kenne ich die Rahmenbedingungen, die dort leider herrschen. Ebenso gibt es einfach zu viel pädagogische Fachkräfte, die ihre Arbeitsweise nicht hinterfragen. Da besteht für mich gar kein Zweifel, dass Kinder die ersten 3 Jahre zu Hause besser aufgehoben sind. Vorausgesetzt die Eltern sind nicht überfordert und kümmern sich gut und liebevoll.“

„Ich betreue meinen Sohn selbst, weil ich mir das nach den schlechten Erfahrungen bei meiner Tochter, die in die Krippe ging, damals geschworen habe, denn sie war ständig krank, ich sah sie unter der Woche gar nicht und mein Mutterherz blutete.“

„Ich betreue meine Kinder selbst, weil ich sie wirklich liebe und niemand sie mit der gleichen Liebe betreuen würde. Und weil ich ihnen unsere Werte mit auf den Weg geben möchte.“

„Ich betreue meine Tochter selbst, weil ich sie sonst sehr vermisse, sie soll so lange wie möglich bei mir sein.“💞

„Wir haben uns für das selbstbetreuen entschieden, weil ich selbst lange Zeit in einer Krippe und/oder Kitas gearbeitet habe. Die Haltung dort gegenüber den Kleinsten von uns lässt in Einrichtungen sehr zu wünschen übrig. Uns war es auch wichtig mit unserem Sohn in Beziehung zu sein, ihm unsere Werte mit auf seinen Weg zu geben. Ihn frei groß werden zu lassen, ohne ständig in ein Raster gesteckt zu werden. Wir werden unseren Sohn auch über seinen dritten Geburtstag hinaus selbst betreuen.“😍

„Ich habe es heute wieder aus der Krippe tönen hören: „Nun hör endlich auf zu weinen…!“ So nicht finde ich.“ 🙁

„Ich habe meine 2 größeren Kinder bis zu ihrem 3. Lebensjahr selbst betreut und betreue unsere Kleinste mit ihren 3,5 Jahren auch über ihren 3. Geburtstag hinaus selbst, da diese wunderschöne und prägende Zeit nie mehr zurückkommt und ich jeden kleinen Moment mit meiner Tochter genießen möchte um ihr die Geborgenheit und die Liebe zu schenken, die keine andere Betreuungsform so bieten kann.“ ❤️

„Weil es sich für uns so richtig anfühlt.“ ❤️

„Weil ich mein Kind liebe und eine Kita-Angestellte nicht. Babys und Kleinkinder sind darauf angewiesen, Liebe und Zuneigung zu erfahren und nicht nur beaufsichtigt und versorgt zu werden.“

„Ich betreue meine Kinder selbst, weil niemand ihnen die Liebe und Aufmerksamkeit geben kann, die sie verdienen. Außerdem kann man die Zeit nicht zurückdrehen. Jeder Moment ohne Kinder ist ein verlorener Moment.“

„Weil Kinder ganz klar in den ersten Jahren die Bindung zur Mutter brauchen!“

„Ich begleite meine Tochter selbst, weil es natürlich und artgerecht ist. So können wir in unserem Rhythmus leben, entdecken, schlafen, sein. Ich gebe ihr Wurzeln und Flügel durch unser gemeinsames sein.“

„Weil mir nichts sinnvoller und wichtiger erscheint.“ ❤️

„Eine Fremde kann keine Mama ersetzen, auch nicht für Stunden.“

„Weil ich keine Sekunde ohne mein Kind verbringen will. Ich hätte das Gefühl, das eigentliche Leben zu verpassen. Und weil ich weiß, dass ein Kleinkind sich bei einer Trennung von Mama so fühlt, als sei es für immer!“

„Ich habe kein Kind bekommen um es dann wieder gleich abzugeben. Ich will mit ihr die ersten Male erleben und nicht, dass jemand Fremdes das Vergnügen hat.“

„Weil ein so kleines Kind lückenlos die Anwesenheit der Mutter braucht.“

„Um das Urvertrauen (ins Leben, in unsere Beziehung, in die Welt) entstehen und wachsen zu lassen – ich hoffe es ist mir gelungen.“

„Weil ich es als meinen Job ansehe. Den wichtigsten, wertvollsten und erfüllendsten Job der Welt.“ 😍

„Weil es das Natürlichste auf der Welt ist.“

„Weil die ersten Lebensjahre die prägendsten Jahre in dem Leben meines Kindes sind, und ich diese Verantwortung nicht an eine Erzieherin abgeben möchte, die durch schlechte Bedingungen in der frühkindlichen Betreuung nicht einmal genügend Zeit hat sich individuell mit meinem Kind zu beschäftigen.“

„Meine Liebe zu meinen Kindern verlangte danach, sie individuell wahrzunehmen und ihnen den Raum für schöpferische freie Willensentfaltung zu ermöglichen.“

„Als Kinderpflegerin einer Krabbelstube kann ich den Mamas nur zustimmen. Ich erlebe es Tag für Tag von der anderen Seite. Viele Erzieherinnen sagen, dass sie das eigene Kind nie in eine Krippe geben werden.“