Vor einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail der ehemaligen ersten Vorsitzenden unseres Verband Familienarbeit e.V.

Gertrud Martin findet Worte, die ausdrücken, wie ungerecht das Elterngeldgesetz ist. Und sie bringt es AUF DEN PUNKT.

Mit ihrem Einverständnis darf ich diese Zeilen hier veröffentlichen. Auf dass es die Masse nachdenklich macht!

 

Was mich in all den Jahren meiner Arbeit für unseren Verband Familienarbeit e.V. am meisten geärgert hat, ist dieses unerhörte Elterngeldgesetz. In der Konzeption als Lohnersatzleistung demonstriert es mit seither nie dagewesener Klarheit, dass die elterliche Sorge für ihre Kinder den Staat null interessiert. Die Frauen- und Familienministerin wird nicht müde, die Mädchen zu ermahnen, gut bezahlte Männerberufe (girlsdays) zu erlernen, um nicht Opfer der Politik zu werden, die die Frauen- und Familienministerin selber macht. Die jungen Männer aber sollen bitte in die Hunger-Falle gehen, die sie aufstellt mit ihren boysdays etc.

Das Elterngeld als Lohnersatz behandelt die elterliche Erziehungsleistung wie eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit!

Die per se best-gestellten Eltern bekommen das höchste Elterngeld (bis zu 1800 € monatlich), meist für ein erstes und dann einziges Kind.

Väter bekommen in der Regel mehr als die dazugehörigen Mütter, weil schon die Erwerbslöhne für Männer und Frauen auseinanderklaffen.

Eltern, die schon ältere Kinder selbst betreuen, sitzengelassene Alleinerziehende, Auszubildende, Studentinnen bekommen den Mindestsatz von 300 € ggf. mit Geschwisterzuschlag von 75 €. Abtreibung liegt nahe! Wird auch immer weiter legalisiert, als Frauenrecht und „Hilfsangebot“!

Das Elterngeld gibt quasi mit der auf 1 Jahr begrenzten Laufzeit den Zeitpunkt vor, zu dem die Eltern ihre Kinder bitteschön in die öffentliche Betreuung abzugeben haben. Angeblich ist nur dort „Bildung“ zu haben. Verantwortungslos und unfähig sind die Eltern, die diese ihren Kindern vorenthalten! Außer als Gegenargument gegen ein Erziehungsgehalt für Eltern spielt Geld keine Rolle. Die Ganztagsangebote in Krippen, Kindergärten, Schulen und Horten sprießen wie die Pilze aus dem Boden, Tendenz: gebührenfrei! Die Kinder werden ihren Eltern abgekauft!

Das alles nennt sich Familienpolitik und ist doch nur dazu gesetzt und geeignet, die Familie  auszuhungern. Die Kinder werden bindungsarm in ein Leben geschickt, das immer mehr psychische Stabilität fordert. Sie werden früh daran gewöhnt, Teil einer manipulierbaren Masse zu sein. Das Grundgesetz, das ausdrücklich die Eltern als Erstverantwortliche für die Erziehung ihrer Kinder festschreibt, wird ausgehebelt.

Was ist das für ein Feminismus, was für eine Frauenpolitik, die den Frauen das Muttersein madig macht? Sie dafür bestraft (Altersarmut)? Mütterrrente als Almosen statt als begründeter Anspruch? Gerechtigkeit?