Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf ein paar tolle Tipps gestoßen, die ich sofort anwenden werde. Bist Du dabei?

  • Situation: Kind fährt mit dem Bobby Car durchs Wohnzimmer
    Lösung: Positive Formulierungen
    Beispiel: Statt „Nein, du darfst mit dem Bobby Car nicht durchs Wohnzimmer fahren“ zum Beispiel „Fahr doch mal draußen, im Flur, da hast du mehr Platz und kannst auf dem Weg noch Bär Bär einsammeln“
  • Situation: Kind zieht sich am heißen Backofen hoch
    Lösung: Deutlich werden. Ein „nein“, was es ständig hört, ist hier nicht konkret genug!
    Beispiel: Statt „Nein“ kann man „Stopp!“ oder „Halt!“ sagen
  • Situation: Kind möchte vor dem Essen Schokolade haben
    Lösung: Alternativen anbieten, besser noch: Eine Wahlmöglichkeit geben (so hat das Kind das Gefühl, selbständig zu sein und Kontrolle zu haben)
    Beispiel: Möchtest Du lieber ein paar Rosinen oder Apfelschnitze naschen?
  • Situation: Kind räumt das Bücherregal aus
    Lösung: Ablenkung
    Beispiel: „Emil? Wo ist denn Dein Ball?“ oder ich hole das Spielzeug, das die Lieblingsmusik spielt. Und schon sind die Bücher vergessen und er krabbelt freudestrahlend auf mich zu
  • Situation: Kind steuert im Einkaufszentrum zielstrebig auf die zerbrechlichen Vasen zu
    Lösung: Ablenkung
    Beispiel: „Sieh mal, der Hund da drüben, sollen wir mal fragen, ob Du ihn streicheln darfst“? oder eine kleine Challenge: „Wer zuerst an der Rolltreppe ist, hat gewonnen“
  • Situation: Zu Besuch in Uromas Porzellanstübchen
    Lösung: Weitestgehend meiden. Falls das nicht geht, eigene Spielsachen mitnehmen, die das Kind beschäftigen
  • Situation: Kind rennt schreiend vor Freude und Aufregung durch die Gegend
    Lösung: Ständiges Zurechtweisen ist sicher nicht die Lösung! In manchen Situationen kann man ruhig mal ein Auge zudrücken. Lassen wir die Kinder Kinder sein und Spaß haben.
    Beispiel: Emil ruft manchmal laut „aaaaahhhh“, wenn wir draußen unterwegs sind. Es macht ihm sichtlich Freude. Eine Dame neulich beim Bäcker hat mich finster angesehen; ihr tat das Schreien wohl in den Ohren weh. Meine Reaktion (mit einem Zwinkern und Lächeln): „Er wird sicher mal Opernsänger“
  • Situation: Kind möchte in der Nacht sein Lieblings-T-Shirt anziehen
    Lösung: Warum denn eigentlich nicht?! Wir müssen ja nicht bei jedem Machtkampf als Sieger hervorgehen, oder?

In diesem Sinne…

Wenn wir unser „Nein“ im Alltag deutlich reduzieren wird unser Kind es viel eher wahrnehmen, wenn es mal wirklich von uns gebraucht wird, dann aus einem triftigen Grund.

Was sind Deine Erfahrungen mit dem „Nein“? Ich und die anderen Mamis (und Papis) freuen sich auf Deinen Kommentar 😀