Die liebe Nadine von Wildfamily.life hat mich gefragt, ob ich Lust habe, einen Gastbeitrag für sie zu schreiben. Na klar, hab ich! 🙂

Also machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Thema, das auch zu ihrem Blog passt. Nadines Themen sind ausgerichtet auf den natürlichen Umgang mit vielen alltäglichen Dingen. Von Attachment Parenting über Mensch und Umwelt bis hin zu Gesundheit oder Minimalismus deckt sie eine breite Bandbreite ab.

Außerdem haben wir etwas Entscheidendes gemein: Wir betreuen unsere Kinder selbst und ständig. Und wir lieben es. Vielleicht ist sie mir deswegen auch so sehr sympathisch. 🙂

Es sollte also ein Thema sein, das mit der Selbstbetreuung unserer Kinder in Zusammenhang steht. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen. Ich möchte euch die Auflistung nicht vorenthalten, daher hat Nadine zugestimmt, dass ich den Gastartikel auch hier veröffentliche. 🙂

Der Sommer ist vorbei, draußen fallen die ersten Blätter von den Bäumen, der Herbst hält merklich Einzug in unserem Lande.

Da mache ich mir als Vollzeit-Mutter schon meine Gedanken, was ich meinem Kind denn in den kühlen, nassen Herbstmonaten überhaupt zu Hause bieten kann.

Wäre da eine anderweitige Betreuung nicht doch besser? Full Entertainment gegen öde Herbsttage?

Nein! Für uns nicht! Denn wir lieben es, ständig zusammen zu sein. Dann werde ich eben kreativ.

Nachfolgend teile ich meine Ideen-Liste mit euch. Unser Sohn ist zwei Jahre alt, ich bin jedoch bemüht, die gesamte Kleinkinderzeit abzudecken und euch zu inspirieren.

Also, wir sind am liebsten draußen.

Deswegen gehen wir bei Wind und Wetter raus in die Natur.

Tipp: Bewegung hilft gegen die Kälte. Wenn der Nacken warm ist, ist alles in Ordnung.

Das schöne Sprichwort „Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung“ fällt mir dazu ein. Packe Dein Kind wetterentsprechend ein (falls ihm zu warm wird beim Spielen sollte die Möglichkeit bestehen, eine Lage wieder auszuziehen).

 

Und los geht´s nach draußen:

– Auf den Spielplatz, in den Wald, auf die Wiesen

– Blätter sammeln (Auf Papier kleben; auf eine Schnur ziehen und als Girlande zur Dekoration aufhängen; Bemalen mit Fingerfarbe…)

– Verstecken

– Fangen

– Drachen steigen lassen

– Mit Kreide auf den Boden ein Hüpf-Feld malen und sich Hüpf-Choreographien ausdenken. Für die ganz kleinen ist Hüpfen an sich schon ein Riesenspaß.

– Wandern

– Seifenblasen fangen

– Herbstliches sammeln (Kastanien oder Eicheln für Bagger- und Kipplaster-Spiele; Federn, Baumrinde, Blätter, Kastanien, Moos, Bucheckern, Tannenzapfen, Stöcke etc. zum Basteln (Wir sammeln Massen davon und schauen dann, was wir draus machen)

– In Pfützen springen

– Regenbogen suchen

– Wettrennen

– Blätterbad nehmen

– Von einer Brücke aus Autos zuwinken

 

Ausflüge:

– Kindgerechte Museen o.ä. besichtigen (Apfelkelterei; Kindermuseen; Erlebnismuseen)

– Zum Bahnhof fahren und die einfahrenden und abfahrenden Züge ansehen (Interaktion: Den Menschen eine gute Reise wünschen)

– Sehenswürdigkeiten ansehen

– Indoorspielplatz

– Hallenbad

– Botanischer Garten

– Bauernhof besuchen

– Tierheim, ggf. Tierpatenschaft übernehmen

 

Zu Hause:

– Basteln (Drachen zur Dekoration; Kreativ werden mit dem gesammelten Herbstallerlei; Bunte Papierschnipsel auf ein weißes Blatt kleben; Nudelkette einfädeln)

– Malen: Frei, Ausmalbilder, Malen nach Zahlen etc. (Fingerfarben, Wasserfarben, Buntstifte, Filzstifte, Wachsmalstifte…)

– Parcours aufbauen und die Zeit stoppen

– Salzteig herstellen und bemalen

– Verkleidungsspiele („Heute bist Du mal die Mama / der Papa. Such dir im Schrank irgendwas von mir aus und überrasche mich“)

– Eine Höhle bauen und darin gemütlich Bücher (vor-)lesen. Die Höhle kann auch durch ein Betttuch dargestellt werden, in das man hineinkriecht. Dort wartet dann ggf. schon das Lieblingskuscheltier

– Gemeinsam kochen und backen

– Fotografieren und Bilder auf dem PC zusammen ansehen

– Musik hören, dazu singen und tanzen – Mitmachlieder (z.B. Detlev Jöcker)

– Verstecken, Fangen

– Fantasiereisen

– Luftballons aufblasen

– Haushalt zusammen machen – Kinder lieben es zu helfen

– Kleben, kleistern

– Hausmusik mit Rasseln, Triangel, Klötzen etc. Gegebenenfalls Gitarre, Klavier… falls vorhanden

 

Spiele für zu Hause:

– Schere, Stein, Papier spielen

– Gesellschaftsspiele spielen (je nach Altersklasse)

– Zusammen eine Geschichte ausdenken: Einer beginnt, der nächste führt fort usw. – Dafür müssen die Kinder aber schon älter sein

– Rollenspiele

– Frisör spielen (Bürste, Haargummis und los geht’s)

– Einer ist DJ und alle anderen tanzen im Raum. Wenn die Musik stoppt, müssen alle stehen bleiben und dürfen sich nicht bewegen. Erst wieder, wenn die Musik erneut ertönt

– Wer zuerst lacht, hat verloren

– Klatschspiele: Bei Müllers hat´s gebrannt etc.

– Gegenstände unter einer Decke verstecken und fühlen lassen, was es ist

– Ich sehe was, was Du nicht siehst…

– Mehrere Gegenstände liegen auf dem Tisch, einer wird weggenommen. Wer errät zuerst, was fehlt?

– Memory

– „Weißt Du eigentlich, wie lieb ich Dich hab?“ (angelehnt an das Kinderbuch)

– Strohhalm ziehen (der, der den kürzesten zieht, muss etwas machen, was die anderen vorgeben. Alternativ mit einer Flasche (Flaschendrehen)

– Kasperletheater (wir stellen einfach eine Matratze vor die Couch, hinter der wir uns mit einigen Kuscheltieren verstecken und unserem Sohn auf der Couch ein Schauspiel bieten)

 

Und wie sieht Deine Liste aus? Ich freue mich auf viele weitere Ideen in den Kommentaren. Hau in die Tasten. Je mehr wir sammeln, desto abwechslungsreicher wird die Kindheit unserer Kinder werden. 🙂