Heute bin ich beim Spazieren gehen an einem Plakat vorbeigelaufen, auf dem in großen Lettern das Wort „Entscheidungen“ titelte. Beworben wurde eine Ausstellung zum Thema.

Der eine kann gut Entscheidungen treffen, ein anderer weniger, dachte ich bei mir. Ich persönlich habe einen Hang dazu, ziemlich schnell allverändernde Entscheidungen zu treffen. So bin ich beispielsweise in den ersten zehn Jahren meines „Erwachsenenlebens“ satte zwölf Mal umgezogen. Aber das soll heute nicht das Thema sein 😉

Vielmehr sind wir alle ständig damit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen. Und wenn man für ein Kind oder sogar mehrere Kinder Verantwortung trägt, trifft man täglich (gefühlt) hunderte von Entscheidungen, mehr oder weniger gewichtig. Braucht mein Kind heute eine Strumpfhose unten drunter oder ist es warm genug? Was mache ich heute zu essen? Und welche Ernährungsform wähle ich grundsätzlich für mein Kind? Welche Spielsachen und wie viele darf mein Kind haben? Welche Medikamente (oder pflanzliche Alternative?) gebe ich meinem Kind, wenn es krank ist? Welche Impfungen (oder ob überhaupt) lasse ich meinem Kind geben? Wie kann ich all meinen Kindern gleichzeitig gerecht werden? Betreue ich mein Kind selbst oder gebe ich es in eine Kindertagesstätte? Und in diesem Zusammenhang: Wie schnell nehme ich wieder Arbeit auf und in welchem Umfang?
Und so weiter und so fort.

Nun habe ich bereits die Menschen erwähnt, denen Entscheidungen leicht fallen, bzw. schwer. Zudem gibt es Menschen, die vermehrt auf ihr Bauchgefühl bzw. auf ihr Herz hören oder die, die absolute Verstandsmenschen sind, und jede Entscheidung mit dem Kopf treffen. Sicherlich gibt es kein Richtig und kein Falsch. Vielleicht hast du dir aufgrund meines oben aufgeführten Outings aber schon gedacht, dass ich eher zur ersten Kategorie gehöre 😉 Auch was Entscheidungen betrifft, die ich für unseren Sohn treffen muss, folge ich in den meisten Fällen dem Ruf meines Herzens. Leicht gesagt, denkt sich jetzt der Verstandsmensch.

Stimmt.

Deswegen hier ein paar Tipps, wie du hören kannst, was dein Bauch/Herz dazu sagt – man nennt es auch Meditation 😉

Nimm dir ein paar Minuten Zeit für DICH! (Keine Ablenkung wie TV, Radio, Handy etc.)
Mach es dir bequem
Schließe die Augen
Ertrage die Stille
Atme tief ein und aus und spüre deine Atemzüge
Konzentriere dich beim Atmen auf deinen Bauch: Spüre, wie er sich hebt und senkt
Wenn du das Gefühl hast, entspannt zu sein, lenke deine Gedanken auf dein Thema
Und dann schau, welche Gefühle du dabei entwickelst

Robert Betz sagt: „Was da ist, darf auch da sein, denn es ist ja sowieso schon da“ 😉

In diesem Sinne…

Lieber Verstandsmensch, ich freue mich, wenn du dich auf das Experiment einlässt und uns in den Kommentaren von deinem Ergebnis erzählst. Natürlich sind Kommentare von Bauchmenschen ebenso willkommen.