Tango Familial

Autor: Ute Steinheber

Wir Gegen-den-Strom-Schwimmer brauchen doch alle ab und an mal wieder das Feedback, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ute Steinheber berichtet von Familien und ihren Geschichten aus aller Welt, besonders das „Vorzeigeland“ Frankreich wird beleuchtet, denn da lebte, studierte und arbeitete die Autorin als junge Lehrerin einige Zeit. Hinter der Fassade sieht es nämlich gar nicht mehr so glamourös aus. „Tango Familial“ beinhaltet neben den familiären Einblicken auch Fakten aus Naturgesetzen und den Humanwissenschaften. Ich persönlich mag Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und genau so eine Frau ist die Pädagogin Ute Steinheber. Eine ursprünglich taffe Karrierefrau, die irgendwann in ihrem Leben merkte, dass der Weg die Leiter hoch mit Kindern am Rockzipfel beschwerlich ist und die um kurz vor zwölf die Reißleine zog. Zu ihrem eigenen und zum Wohle ihrer ganzen Familie. Dieses Buch ist Zeitgeschichte, Chronik der weiblichen Emanzipation und ihrer Fallstricke. Und es ist ganz und gar authentisch, inhaltlich wie sprachlich eine Wucht! Gehört in jeden Selbstbetreuer-Bücherschrank.

 

…“Leider werden diese Entwicklungsprozesse nicht immer von unerfahrenen Eltern erkannt und berücksichtigt. Die Moderne erzwingt eine kindliche Entwicklung im Sauseschritt, viel zu früh erfolgt die Trennung von den Müttern in die Fremdbetreuung, Fremdsprachenlernen vor der Muttersprache, Förderung und Überforderung auf allen Ebenen, ein übervoller Terminkalender schon für die Kleinsten, statt freies Spielen, Ruhe, Stille, in der sich erst die kindeseigene Kreativität entfaltet, das eigene „Ich“ formt und das Kind zu dem führt, was es selbst will und kann. Ohne Zwang, ohne fremden Willen, leicht und freudig.“

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