Kindheit 6.7

Autor: Michael Hüter

Michael Hüter ist laut. Aber anders als bei anderen, bei denen nur heiße Luft kommt, wenn sie den Mund aufmachen, spricht Hüter in seinem Buch „Kindheit 6.7“ von Fakten, die belegt sind und einen mit offenem Mund zurücklassen. Hüter beleuchtet die Kindheit aus Sicht eines Historikers, was es bisher auf dem deutschen Buchmarkt zu dem Thema nicht gab. Der Autor setzt historische und kulturelle Unterschiede in Kontext zum heutigen Stand und kritisiert die fatalen Entwicklungen und Auswirkungen des Systems an dem Menschen selbst und damit an der Gesellschaft. Untermauert werden diese mit zahlreichen Quellenangaben zu Studien, sowie Zitaten von anderen Sachbuchautoren und namhaften Personen. Dieses Buch hat ein 90-seitiges Quellenverzeichnis, für alle, die sich zu den im Buch formulierten Themen weiter informieren möchten. Hüters Fazit schockiert, doch wird es uns auch wachrütteln?: „Noch nie in der Geschichte der Menschheit, außerhalb von Kriegszeiten, erging es der großen Mehrheit der Kinder seelisch und emotional, man mag es auch psychisch nennen, so schlecht wie heute!“ So habe sich die Suizidrate in der Adoleszenz in den westlichen Ländern, seit der Ausdehnung der Schulzeit von Kita bis „Ganztagesbetreuung“, zum Teil vervierfacht! Die klare Botschaft dieses Manifestes: Es muss sich etwas ändern. Jetzt! Denn „es ist höchste Zeit, mit unseren Kindern neue Wege zu gehen!“

 

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