Oh.

Mein.

Gott.

Ich bin sprachlos.

Mein Blogartikel „Klartext“ hat so hohe Wellen geschlagen, das hätte ich niemals erwartet! Ich hatte ihn in weniger als 30 Minuten geschrieben, weil ich nicht groß nachgedacht habe, sondern frei von der Leber hinweg schrieb, was mir in den Kopf kam. Mein Herz hat quasi gebloggt.

Einige von euch kamen mit der Frage auf mich zu, wie wir das finanziell machen, dass ich Emil zu Hause betreuen kann. Und dass sie es nicht könnten. Darauf gehe ich nachfolgend ein.

Mit dem Wissen, wieder zu provozieren, stelle ich trotzdem eine Behauptung auf:

Jeder, der WIRKLICH bei seinem Kind bleiben MÖCHTE, hat eine Möglichkeit dazu!

Diejenigen, die sagen, sie haben keine Wahl, haben sich ein Leben erschaffen, das finanziert werden muss.

Ich höre schon Dein „Aber…“ in meinen Ohren.

Deswegen begründe ich meine Ansichten:

Der Knackpunkt liegt meiner Meinung nach darin, wie Dein Lebensstandard aussieht. Hast Du ein Haus, das Du abbezahlen musst? Oder Tiere, die viel Geld kosten? Wie ist Deine Grundeinstellung zum Leben? Brauchst Du immer das „Neuste vom Neusten“ und die Markenjeans?  Wie würdest Du Dein Konsumverhalten generell beschreiben?

Fakt ist: Unsere Kinder brauchen NICHT Unmengen an Geld! Wie mein Schwiegervater immer sagte: „Kinder werden ´von alleine´ groß“. So unrecht hatte er damit nicht.

Fakt ist außerdem: Dein Kind erinnert sich nicht daran, was Du ihm alles gekauft hast! Sehr wohl aber daran, was ihm zwischenmenschlich in der Kindheit fehlte.

Die Grundbedürfnisse

In Deutschland sind die Grundbedürfnisse eines Menschen gedeckt. Nach Maslow sind dies Essen, Trinken und Schlafen.

Nehmen wir noch die nächste Stufe hinzu, die Sicherheitsbedürfnisse, so begegnen uns in Maslows Pyramide die Begriffe Wohnen und Arbeiten. Selbst hier werden wir in unserem Sozialstaat Deutschland immer noch aufgefangen, wenn es mal nicht so gut läuft.

Klar, wer sich die dicken Klunker kaufen will, das neuste iPhone haben muss oder jedes Jahr drei Mal in die Ferne fliegt, der braucht eben mehr Geld.

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich sage nicht, Du sollst aufs Amt rennen und auf Kosten unseres Staates leben (es sei denn, es gibt keine Alternative!).

Aber ich sage sehr wohl:

Schau Dir Deine Ausgaben an und reduziere, wo es möglich ist.

Hinterfrage auch, ob das, was vermeintlich sein MUSS, wirklich sein muss!

Du wirst feststellen, dass es Dich erleichtert, loszulassen. Wir brauchen nämlich nichts Materielles, um glücklich zu sein. Minimalismus rules. Auch im Kinderzimmer.

Denn Deine Kinder machen sich nichts aus Tonnen von Spielzeug.

Jedes Kind würde IMMER Dich wählen, wenn es vor der Entscheidung stünde: Spielzeug oder Mama.

Was möchtest Du für Dein Kind?

Dass es gesund ist?

Dass es in seiner Mitte ruht?

Dass es sich zu seinem vollen Potential entwickelt und ein selbstbewusster Erwachsener wird, der weiß, was er will (und was nicht)? Der JA und NEIN sagen kann im für ihn richtigen Moment?

DAS ist doch erstrebenswert!

Und DAS ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen!

DAS wird nur so kommen, wenn DU für Dein Kind DA BIST! Und zwar so oft wie möglich. Bedingungslos. Bedürfnisorientiert. Mit viel Liebe und Wertschätzung für den kleinen Knopf.

Ich rufe dazu auf:

Schmeiß den Krempel raus!

Besinne Dich auf das, was wirklich wichtig ist!

Denn: Du bist, was Dein Kind braucht!

Punkt!

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Du wünschst Dir individuelle Begleitung auf Deinem Weg, dann schreibe mir gerne eine E-Mail.

 

Was unsere Kinder wirklich brauchen, was Experten zu früher Fremdbetreuung sagen, welche Einblicke eine Erzieherin in den Krippenalltag gibt, worauf Du bei Fremdbetreuung achten musst, wenn diese unumgänglich ist und welche staatlichen Förderungen es gibt, erfährst Du in meinem Ebook „Kinderkrippe – warum?“