Vor einigen Wochen durfte ich diese tolle Familie kennenlernen, als sie hier ganz in meiner Nähe mit ihrem Wohnmobil Halt machten. Die Chance habe ich direkt ergriffen und bin mit meinem Sohn Emil und meinem Bauchwunder losgefahren. Ich war aufgeregt, denn dieser Lebensstil, im Wohnwagen unterwegs durch die Weltgeschichte, reizt mich zugegebenermaßen sehr. Und da Doro und ich schon seit einigen Monaten in teils engem Kontakt stehen, war ich gespannt, wie ich sie wohl live empfinden würde. Was soll ich sagen?! Es war, als kennen wir uns schon ewig. Es ist erstaunlich, wie nah einem Personen sind, die man eigentlich nur von Videos und über die Webcam kennengelernt hat. Da fällt mir ein: Meine eigenen Videos werden aktuell ziemlich stiefmütterlich behandelt. Ich gelobe Besserung. 😉

Kommen wir aber erst einmal zu Doro, die uns in nachfolgendem Interview ihre Geschichte erzählt und Einblicke gibt in eine Welt, die wohl den meisten von uns fremd ist. Vielen Dank für Deine Arbeit, Doro, und dass du uns teilhaben lässt an eurem Leben.

 

Erzähl uns etwas von Dir und Deiner Familie

Ich heiße Doro(thee), bin 36 Jahre alt, seit 11 Jahren glücklich verheiratet mit Jonas und wir haben zwei wundervolle Kinder. Unser Sohn, 7 Jahre, und unsere Tochter, 5 Jahre alt! Wir sind alle vier auf individuelle Art hochsensibel und wir lernen täglich mehr und mehr damit umzugehen und für jeden den nötigen Raum, das richtige Verständnis und Rückzug zu schaffen. Mir half als Mama sehr der Moment, in dem mir meine eigene Hochsensibilität bewusst wurde und ich dadurch mich und viele meiner Reaktionen und Erlebnisse besser verstehen konnte.

Ich liebe es mit Freunden zusammen zu sein, die mich und meine Themen verstehen und für mich Gleichgesinnte sind. Ich liebe es gesund, vitalstoffreiche und rohe, vegane Mahlzeiten zuzubereiten und Neues zu testen. Meine tiefe Herzensleidenschaft – die ich endlich wieder ganz neu und intensiv ausgegraben habe – ist es, Frauen / Mamas zurück zu ihrem Herzen zu begleiten, sie zu unterstützen auf diesem Weg und sie zu ermutigen ihren persönlichen Herzensweg zu entdecken und dann auch mutig zu gehen! Es berührt mich zutiefst, wenn wieder ein wertvoller Mensch, eine wertvolle Frau ein Stück mehr zurück zu ihrem Ursprung findet und sich mit jedem kleinen Schritt aufmacht, ihren persönlichen Herzensweg zu gehen! Gerade auch Mamas, die in sich spüren: Ich will mein Kind selbst betreuen, ich spüre es doch: Ringsherum sind alle dagegen oder finden das so unnormal – gerade hier schlägt mein Herz, Dich als Mama zu ermutigen, denn es lohnt sich gerade auch hier auf sein Herz zu hören und der inneren Stimmen zu folgen!

Wir lieben es gemeinsam Zeit zu verbringen und sind definitiv nicht die, die lange Auszeiten voneinander benötigen. Bis vor kurzem waren wir eine klassische „Schweizer Familie“. Ich bin zwar Deutsche, aber mit einem Schweizer verheiratet und wir lebten nun gemeinsam 13 Jahre in der Schweiz, seit 7 Jahren als Familie. Jonas ging morgens früh zur Arbeit und kam am Abend zurück, spielte noch mit den Kids, falls dies seine Energie zuließ und dann brachten wir sie gemeinsam ins Bett, bzw. begleiteten sie in den Schlaf. Vielfach schliefen wir direkt alle zusammen ein.

Der Wunsch kam, mehr Zeit als Familie zu haben und die Zeit mit den Kindern nicht zu verpassen. Jedoch auch die klare Sehnsucht der Kinder nach mehr Zeit mit dem Papa, brachte uns nun zu unserem aktuellen Familienabenteuer: Europareise seit Juli 2017. Mehr dazu gibt es auf unserer Homepage www.readyforfamily.net

Unser Sohn ist handwerklich und technisch interessiert und aktiv, er „schafft“ gerne etwas und ist glücklich, wenn er in seinem „Schaff- Eifer“ ernstgenommen wird und das Vertrauen geschenkt bekommt, also wenn er richtig was helfen und arbeiten will und dies dann auch darf! Mit seiner hochsensiblen Art sind wir täglich gefordert einander zu verstehen und uns immer wieder neu bewusst zu machen, warum er so oder so reagiert und dass er vieles schon spürt, ahnt und realisiert, bevor es ausgesprochen wird. Ob das positive Dinge oder auch Spannungen und Unklarheiten sind. Ein vorsichtiger und sehr rücksichtsvoller Junge, der sehr gerne singt und jodelt und ein Fan von allerlei Fahrzeugen ist – er kann es kaum erwarten, dass er selbst ein Fahrzeug steuern und fahren darf. 😉

Unsere Tochter ist ein fröhliches, aufgewecktes, vor Energie sprudelndes Mädchen. Sie tanzt, singt und bewegt sich für ihr Leben gern. Wann immer sie kann turnt sie und macht Kopfstände. Sie liebt schöne Prinzessinnen-Kleider und träumt von einem Zimmer, das so schön wie das einer Prinzessin eingerichtet ist. 😃 Sie knüpft sehr schnell Kontakt zu anderen Kindern, ist sehr selbstsicher und klar in ihrem Auftreten und Leben. Sie konnte schon früh ihre Bedürfnisse ausdrücken und zu ihren Emotionen stehen.

Wir haben bei unseren beiden einzigartigen und wertvollen jungen Menschen, die uns geschenkt wurden, sehr schnell gemerkt, was der Start ins Leben für eine entscheidende Rolle spielen kann. Die zwei Geburten waren so unterschiedlich und die Zeit danach ebenso, dass wir sehr klar sehen was dies ausmacht in den zwei einzelne Leben. Dazu könnte ich allein eine Geschichte schreiben. Wenn es Euch interessiert schreibt mich an, vielleicht schaffe ich es bald einen Blogartikel dazu zu schreiben.

Familienplanung? Derzeit auf Eis gelegt, noch nicht endgültig entschieden. 😉 Doch wir sind sehr glücklich und dankbar für unsere zwei gesunden und einzigartigen Kinder, die wir immer mehr und bewusster auf Augenhöhe begleiten und mit ihnen das Leben genießen. Es ist unser tiefer Herzenswunsch, dass diese beiden wertvollen Geschöpfe ihren Ursprung nicht verlassen und somit schon jetzt ihrem Herzen folgen.

 

Ihr betreut eure Kinder also selbst. War das schon immer klar, dass ihr diesen Weg gehen werdet? Falls nicht, was war der Auslöser zum Umdenken?

Bei uns war es schon vor der ersten Schwangerschaft klar, dass wir unsere Kinder selbst betreuen werden. Jonas und mir war das immer wichtig. Uns war bewusst, dass ich, wenn wir Kinder haben, nicht mehr arbeiten gehe und wir dies auch auf irgendeine Art finanziell schaffen werden. Zu diesem Zeitpunkt war uns klar: Wir werden sie bis zum Start der Spielgruppe nicht fremdbetreuen lassen. In der Schweiz ist der klassische Weg die Spielgruppe mit 3 Jahren an einem Morgen in der Woche von 9-11 Uhr etwa, und dann ab 4 Jahren – oder mit Rückstellung 5 Jahren – beginnt der Kindergarten, dessen Besuch verpflichtend ist und somit zu den 11 Pflichtschuljahren zählt. Wir dachten dann, unser Sohn muss wohl auch in die Spielgruppe, sonst schafft er den Absprung in den Kiga nicht. Deshalb waren wir froh eine Freundin zu haben, die eine Spielgruppe hatte, und die er auch schon kannte. Doch wir spürten und wussten auch, dass er nicht der Typ ist, der ohne Probleme alleine weg von zu Haus ist. Heute mit unserem Wissen und dem Weg, den wir nun gefunden und eingeschlagen haben würden wir auch die Spielgruppe mit 3 nicht mehr wählen. Denn auch diese Trennung, die für ihn und seine Person zu früh war, hat Spuren hinterlassen. Bis 3 Jahre haben wir nicht fremdbetreuen lassen, bzw. so gut wie nie. Sehr selten von engen Freunden und Oma und Opa ein paar Stunden, mehr aber nicht. Die paar Mal wo wir es machten weil man es doch macht – und wir zu dem Zeitpunkt noch zu wenig wussten über die Trennung, Bindung und Urvertrauen – ist uns heute bewusst was es mit unserem Sohn vor allem gemacht hat wenn wir ihn zum Hüten abgaben und die Bindung nicht gut war zu diesen Personen. Wir erlebten aber auch was es ausmacht wenn die Bindung stimmt, bei der Oma z.B.

Wir bereuen es keinen Moment, dass wir uns von Anfang an gegen Fremdbetreuung entschieden haben und ich bin sooo froh, dass wir da auf unser Herz gehört haben, auch wenn ich oft und viel und noch heute komisch angeschaut, angesprochen und mit Unverständnis konfrontiert werde, dass ich bei den Kindern bin und nicht im klassischen Sinne arbeiten gehe.

 

Aus welchen Gründen betreut ihr selbst?

Heute weiß ich zu viel über die frühkindliche Fremdbetreuung und ihre Folgen und bin dankbar, dass wir, als es bei uns darum ging, einfach auf unser Herz gehört haben. Denn vor 7 Jahren wusste ich noch nicht alles, was ich heute weiß und ich bin manchmal noch traurig über die Momente in denen ich mich zu Entscheidungen und Situationen drängen ließ weil man es so macht und es doch vordergründig nicht schadet. Würde Manches heute nicht mehr machen.

Wir betreuen selbst weil wir, tief in unseren Herzen davon überzeugt sind, dass dies der natürlichste und ursprünglichste Weg für unsere uns anvertrauten Kinder ist. Nähe, Vertrauen und Geborgenheit bei den Eltern und ein paar wenigen Bezugspersonen. Wir haben auch eine ganz klassische Ansicht, zu der ich stehe. Wenn ich mich für Familie, für Kinder entscheide, dann will ich für sie da sein und miterleben, wie sie sich entwickeln und dies nicht an andere abgeben.

Mit dem heutigen Wissen fühlen wir uns in unserer Entscheidung bestätigt und würden es nie anders machen. Und auch so weiter empfehlen!

 

Was liebst Du besonders daran, Deine Kinder selbst zu betreuen?

Ich liebe es zu sehen wie sie sich jeden Tag weiterentwickeln und das vom ersten Tag an.

Ich liebe es zu sehen wie sie vor Freude sprudeln und in kindlicher Leidenschaft ihrem Herzen folgen.

Ich liebe es wie sie täglich lernen wollen und Neues wagen im Vertrauen und dem Wissen, dass wir als Eltern und Bezugspersonen da sind, sie unterstützen wo es nötig ist, ihnen aber auch Vertrauen geben, dass sie es können, dass sie fähig sind und ausgerüstet sind mit allem, was sie brauchen.

Ich liebe es mit ihnen zu lernen in den vielseitigen Bereichen des Lebens. Ganz praktisch im Alltag, Ernährung, Körperpflege usw. wo wir durch unsere Kinder zurück zum Natürlichen, zum Ursprung gefunden haben und immer noch dran sind. Aber auch das Lernen und Entdecken bei Themen wie Experimente, Lesen, Rechnen, Schreiben, kochen, einkaufen, putzen usw.

Ich liebe es wenn mir meine Kinder die Augen für Dinge öffnen. Wie sie mir zeigen wie wichtig es ist auf die Bedürfnisse, die auch ich habe, zu achten – weil auch sie mir aufzeigen welche sie haben. Wie wichtig es ist einander zuzuhören und zu lernen einander zu verstehen.

Ich liebe es mit ihnen morgens im Bett liegen bleiben zu können weil wir es alle genießen noch zu schlafen, der Wecker nicht klingelt aufgrund außerhäuslicher Termine.

Ich liebe es den Abend ausklingen lassen zu können mit dem Wissen, die Kinder müssen morgens nicht früh raus. Wie oft haben sie gerade dann ihre Zeitfenster, in denen sie sich hinsetzen um nach einem spielreichen Tag noch etwas zu lesen oder zu rechnen.

Ich liebe es auch sehr zu sehen und von ihnen zu hören wie sie es schätzen, dass ich zuhause bin und sie nicht verstehen, warum das nicht alle Mamas machen (O-Ton).

 

Gibt es auch Sorgen, die Du diesbezüglich hast?

Sorgen diesbezüglich habe ich nie gehabt. Wir lebten, und leben heute in dem neuen Lebensabschnitt noch mehr in dem Vertrauen, dass wir zu jedem Zeitpunkt das haben, was wir zum Leben brauchen und wir haben gelernt uns keine Sorgen zu machen, was morgen oder in ein, zwei, drei Monaten ist. Es erleichtert und befreit sehr und wir erleben wie wir noch nie hungern mussten oder uns etwas fehlte. Seit wir viel bewusster unserem Herzen folgen und immer wieder neu in dieses Vertrauen eintauchen, erleben wir wirklich wie wir gesegnet werden mit dem was wir brauchen und oft noch darüber hinaus.

Was ich schon zugeben möchte: Es gibt Tage, da hänge ich auch mal in einem Vertrauens-Loch und denke, wie das nur alles gehen soll. Doch da hilft es mir sehr, wenn ich mit Jonas rede und er dann stabil ist und mich erinnert, wie oft es schon knapp war und es immer einen Weg gab.

Und da bin ich überzeugt, auch wenn man kein Finanzpolster hat und nicht ein sehr großes Einkommen: Es lohnt sich auf sein Herz zu hören und sich für die Kinder zu entscheiden, denn es ist genug für alle da. Wir werden vielleicht nicht im Geld schwimmen, aber wir werden für jeden Tag genug haben! 

 

Wie könnt ihr euch die Selbstbetreuung leisten? Was ist euer persönliches Geheimnis? Hast Du einen ultimativen Tipp für uns?

Die letzten 7 Jahre seit unser Sohn geboren ist, hatten wir immer genug – konnten zwar nicht wirklich oft in den Urlaub, was uns nicht stresste, hatten aber einfach immer genug, dass es aufging, manchmal auch sehr knapp war oder ein Minus-Monat vorhanden war, doch wir sind dankbar, dass es so möglich war. Ein Entschluss war, nachdem wir 1,5 Jahre Eltern waren, dass wir in eine günstigere Wohnung zogen und weiter raus aufs Land. So konnten wir Kosten senken. Wir brauchten nie Milchersatz-Produkte, Schoppenpulver etc. und auch fast nie irgendwelche Breis. Da unsere Kids lange gestillt wurden und dann sehr schnell vom Tisch aßen. Das hat unser Budget auch entlastet. Wir benutzten zudem Stoffwindeln, was zusätzlich half die Kosten zu reduzieren.

Wir haben keinen direkten Tipp, viele werden sagen in der Schweiz verdient man mehr, deshalb ging es. Doch dazu kann ich nur sagen wir haben auch viel höhere Kosten für Miete, Krankenkasse, Lebensmittel. Deshalb zählt dies nicht.

Jonas hatte zu Beginn einen eher niedrigeren Lohn, der sich über die Jahre immer etwas erhöhte. Wir waren jedoch trotz finanzieller Herausforderungen immer dankbar und überzeugt, dass für uns die Selbstbetreuung das Richtige ist und wir immer stärker im Vertrauen wachsen durften, dass es uns an nichts fehlen wird. Auch wenn das Einkommen eher niedrig war, dadurch, dass ich nicht erwerbstätig war. Bevor wir nun zu unserer Europareise aufbrachen war das Einkommen so, dass wir gut leben konnten, jedoch fehlte Jonas definitiv die Zeit mit den Kindern – es stellte sich heraus, dass gutes Einkommen gleichgesetzt ist mit Verzicht auf Zeit mit den Kids und so entschieden wir uns wieder fürs Vertrauen und Zeit als Familie. Die Sicherheit und den guten Lohn gaben wir auf.

Was nun auf uns zukommt ist Neuland und wir können noch nicht viel dazu sagen. 😉 Seit 1. Juli ist Jonas zuhause. Er hat gekündigt weil er die Zeit mit den Kids nicht verpassen möchte. Wir haben unseren ganzen Besitz minimalisiert und leben nun im Wohnmobil. Alle Kosten wurden reduziert und wir sind im Aufbau unseres Onlinebusiness, mit dem wir in Zukunft auch Geld verdienen werden bzw. dies schon tun und sind gespannt, wie sich das entwickeln wird. Ein weiterer großer Vertrauensschritt, bei dem wir lernen darauf zu vertrauen, dass wir heute genug haben, und was morgen ist zeigt der morgige Tag. Solche Schritte lohnen sich und wir sind dankbar diesen gemacht zu haben, auch wenn es hier nicht immer nur easy ist – wir genießen die Zeit als Familie sehr und die Kinder tanken ihre Papa-Zeit. Wen es interessiert wie unser Weg weitergeht, auf www.readyforfamily.net dürft ihr gerne ein Stück des Weges mit uns gehen.

            

Wie wichtig ist Dir Zeit für Dich selbst und wie ermöglichst Du Dir diese?

Die Zeit für mich ist mir wichtig, aber sicher nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei anderen. Ich habe die letzten zwei Jahre gemerkt, wie wichtig es ist auch zu mir zu schauen und meine Bedürfnisse wahrzunehmen und mir was Gutes zu tun. Denn wenn es mir gut geht, geht es auch dem Rest der Familie gut.

Ich bin jedoch nach wie vor dran mir Oasen zu schaffen und herauszufinden wie ich diese einbaue. Was nun auch wieder ganz neu ist, da wir im Womo unterwegs sind. Hier nun der Vorteil, dass Jonas da ist und wir uns durch Absprache gegenseitig Pausen ermöglichen können.

Wie dies bisher war: Ich plante immer wieder, wenn auch selten, Zeiten, in denen ich mit einer Freundin ins Schwimmbad ging, oder ins Hamam, Spazieren, Essen etc. und das tat mir sehr gut. Meistens abends, wenn die Kids schlafen oder Jonas zuhause ist. In der Phase, in der sie mich abends brauchten war es auch mal am Samstag oder Sonntag durch den Tag, wenn Jonas bei ihnen war. Oder wenn meine Mutter zu Besuch kam. Sie ist dann meistens eine oder auch zwei Wochen da gewesen und so konnte ich mir auch zuhause in „Reichweite“ Zeit für mich nehmen oder für Dinge, die mir wichtig sind.

In den letzten Wochen und Monaten hatten unsere Kinder das Bedürfnis noch Zeit mit ihren Freunden zu verbringen und so ergab sich, dass sie zum Spielen außer Haus waren und ich so Zeit für mich hatte. In den ersten 3 Jahren war dies wirklich selten.

 

Von wem bekommst Du Unterstützung im Alltag? Oder schaffst Du alles alleine?

Ich hatte in den ersten 3 Jahren regelmäßig meine Mama da. Ich bin dankbar dafür. Wobei in den Zeiten, in denen sie nicht bei uns war gab es für mich kaum Unterstützung, außer Jonas, der abends und am Wochenende half.

In den letzten 5 Jahren hatten wir dann wertvolle Nachbarn, die auch unterstützten. Sie kochten mal für uns oder halfen mir bei der Wäsche.

Ich wünschte mir zeitweise mehr Unterstützung – bzw. das Verteilen auf mehrere Schultern – vor allem in der Phase, in der Jonas beruflich stark eingespannt war. Da erkannte ich was damit gemeint ist, und wie es früher war, im Dorf, in der Großfamilie zu leben, wo man einander hilft und von Geburt an die Kinder auch mal auf dem Rücken einer Bezugsperson getragen wurden, so auch da Vertrauen hatten, und nicht alles auf der isolierten Mama zu Hause lastete.

 

Möchtest Du zum Abschluss noch etwas zu unseren Lesern sagen?

Ich möchte Dir, liebe Mama oder lieber Papa, der Du das liest ganz viel Mut zusprechen! Höre auf Dein Herz! Spüre hinein wenn Du spürst, es ist zu früh, Dein Kind wegzugeben, wenn Du spürst: Ich will doch Mama mit Leidenschaft sein und voll und ganz für mein Kind da sein. Wenn Du spürst Du willst erleben, wie sich Dein Kind  entwickelt und Du genau weißt: Ich gehöre zu meinem Kind nach Hause. Dann wage diesen Schritt und habe Mut Dich loszulösen vom Mainstream und auch Deinem Umfeld zu zeigen: Ich gehe meinen / unseren für mich / uns stimmigen Weg, egal was andere sagen und denken!

Habe Mut hinzuspüren was Dein Herz Dir sagt, was Dein Kind Dir sagt und die Bindung, die entstanden ist durch die Entstehung und Geburt Deines Kindes. Wie sich neue Emotionen, neue Bedürfnisse und neue Wege in Dir auftun. Habe Mut darauf einzugehen, Dich von Glaubenssätzen und alten Mustern zu lösen und Deinen ganz individuellen, persönlichen Weg für Dich, Deine Kinder, Deine Familie zu gehen! Du bist nicht allein! Vernetze Dich und stabilisiere Dich durch die Menschen, Mamas, Papas die auch diesen, ihren Weg gehen!

Ich könnte euch hier noch Stunden erzählen und mit euch in unseren Weg eintauchen, der so viel Prozesse und neue Wege mit sich gebracht hat seit wir angefangen haben auf unser Mama- und Papaherz zu hören, unsere Kinder als vollständige Wesen zu respektieren und auf sie und ihre Bedürfnisse einzugehen und dadurch auch Vorstellungen und Prägungen über den Haufen zu werfen und Neues zu wagen! Im Vertrauen auf uns und unser Herz und auch im Vertrauen in unsere Kinder!

Wenn Du gerne in den persönlichen Austausch mit mir treten möchtest darfst Du Dich gerne bei mir melden zum kostenlosen Motivationstraining, vielleicht gerade um Dich motivieren zu dürfen, mutig den Schritt in die Selbstbetreuung zu gehen.

Wir möchten Dich und Deine Familie für euren Weg als Familie ermutigen und durch unsere Plattform stärken für Deinen / euren persönlichen Weg!