Aus aktuellem Anlass (Ereignisse in der Silvesternacht) richtet sich mein heutiger Blog-Artikel dem Thema: „Was möchte ich meinem Kind vorleben?“:

Heute erreichte mich der aktuelle Newsletter von Sandra Heim von „Mama Revolution“, in dem sie mit der Frage beginnt, wie es mir mit den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln und Hamburg ginge. Dieses Thema ist natürlich allgegenwärtig. Mein Mann und ich sprechen seit einigen Tagen über die Gefühle, die wir diesbezüglich haben, und welche Konsequenzen wir aus den jüngsten Ereignissen für uns und unseren einjährigen Sohn ziehen sollten (Menschenmengen meiden etc.) Von der inzwischen berühmten Kölner „Armlänge Abstand halten“ halten wir beide nichts.

Sandra stellt sich auch die Frage, ob ich als Einzelperson wirklich etwas bewirken kann. Nach einigem Nachdenken möchte ich diese Frage mit einem klaren „JA!“ beantworten. Ich bin überzeugt, dass jeder einzelne von uns (etwas) bewegen kann. In Bezug auf unsere Kinder stellt sich für mich auch die Frage: Was möchte ich meinem Kind vorleben?

Friedrich Fröbel hat gesagt: „Erziehung ist Beispiel und Liebe“. Ich gehe mit ihm konform. Über den Part der Liebe brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. „Beispiel zu sein“ ist für mich jedoch ein zusätzlich entscheidender Aspekt. Wir sollten für unsere Kinder ein Vorbild sein, mit gutem Beispiel voran gehen. Aber in welchem Bezug? Nachfolgend formuliere ich einige Dinge, die ich persönlich meinem Kind vorleben möchte:

  • Dankbar sein: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass nichts selbstverständlich ist und dass Dankbarkeit enorm dazu beiträgt, dass wir glücklich sind. So fokussieren wir uns auf das Positive
  • Respektvoll sein: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass wir mit allen Menschen, Tieren etc. respektvoll umgehen
  • Zu glauben: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass es hilfreich ist, wenn man an etwas glaubt. Was das später sein wird, entscheidet mein Sohn selbst.
  • Bedingungslosigkeit: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass er geliebt wird, ohne Bedingungen daran zu knüpfen. Einfach nur, weil er IST.
  • Hilfsbereit sein: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass es sich lohnt, für andere da zu sein. Denn alles, was man gibt kehrt doppelt und dreifach zu einem selbst zurück.
  • Ehrlich sein: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass Ehrlichkeit am längsten währt, und Aufrichtigkeit belohnt wird
  • Mitfühlend sein: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass Mitgefühl keine Form von Schwäche sondern von Stärke ist.
  • Bewusst sein: Ich möchte meinem Kind zeigen, dass der Apfel im Supermarkt eine lange Reise hinter sich hat und nicht dort gewachsen ist.

Mein Fazit: Ständig in Angst zu leben wird sich früher oder später enorm auf die Entwicklung unseres Sohnes auswirken. Und auf meine eigene natürlich 😉 Ich möchte ihm ein positives Beispiel sein, und mich nicht von der Angst, die da draußen vorherrscht, einfangen und runterziehen lassen.

Also:

…Strahle

…Scheine

…Wachse

…Lache

…Liebe

Magst Du uns erzählen, was Du Deinem Kind vorleben möchtest? In den Kommentaren hast Du die Möglichkeit dazu!