Die 9. Schwangerschaftswoche

Guten Tag und Willkommen zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche.

Das Video zum Beitrag kannst Du Dir hier ansehen.

 

 

Ich habe mir auf Empfehlung meiner Freundinnen ein Vitamin B-Präparat aus der Apotheke besorgt, Nausema, das ich jetzt täglich drei Mal einnehmen, und dass die Übelkeit und die Müdigkeit positiv beeinflussen soll. Naja, ehrlicherweise muss ich sagen, ich habe keine Ahnung, wie es ohne wäre, aber mir ist immer noch übel (sogar mein 2 ½-jähriger kennt das Wort inzwischen gut) und ich könnte oft im Stehen einschlafen. Was ich jedoch viel schwieriger finde sind die Kreislaufprobleme. Die Hitze ist hier sicher nicht förderlich. Oft ist mir schwarz vor Augen und ich muss mich schnell setzen oder gar legen. Ein komisches Gefühl, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren.

Die Gebärmutter hat jetzt die Größe einer kleinen Melone. Erschöpfung und Übelkeit können bei einigen Frauen jetzt schon nachlassen. Die haben´s gut.

Wir befinden uns nun etwa drei Wochen nach der Befruchtung der Eizelle. Das ist ein wenig verwirrend, denn wir sprechen ja schon von der Schwangerschaftswoche 9. Dies entsteht dadurch, dass viele Frauen nicht wissen, wann genau die Befruchtung stattfand, aber oft sehr genau rekonstruieren können, wann der erste Tag der letzten Periode zu verzeichnen war. Ab diesem rechnen wir also, so dass wir zum jetzigen Zeitpunkt von der Woche 9 sprechen.

Dies ist im Übrigen auch die empfindlichste Zeit für Fehlbildungen durch z.B. Umwelteinflüsse.

Der Embryo nimmt nun eine etwas länglichere Form an und beginnt, menschlicher auszusehen.

Er hat eine Größe von etwa 2 bis 2,5 cm und wächst jetzt unheimlich schnell. Nase, Mund, Finger und Zehen sind auf dem Ultraschall schon deutlich zu erkennen.

Es sind nun fast alle inneren Organe des Babys vorhanden, wie Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse, Darm, Gallenblase und Fortpflanzungsorgane.  Das heißt jedoch nicht, dass diese schon voll funktionsfähig sind. Die Ausreifung der Organe findet über die gesamte Schwangerschaft statt.

Davon kann ich ein Lied singen. Unser Erstgeborener, Emil, kam 34+1 auf die Welt, Blasensprung 33+4. Laut deutscher medizinischer Auffassung ist die Lungenreife erst am Ende der komplettierten 34. Woche abgeschlossen. Somit entschied man sich im Krankenhaus, dass er noch bis dahin im Bauch „gehalten“ wird. Ich bekam Wehenhemmer, Lungenreifespritzen und durfte ausschließlich liegen. Nein, nicht mal zur Toilette gehen. Bettpfannen sind seitdem mein persönlicher Alptraum.

Das Herz ist übrigens jetzt schon voll funktionsfähig. Es ist das erste, was bei einem Menschen gebildet wird. Ich finde, darüber sollten wir mal nachdenken. Viele von uns sind Kopfmenschen und vergessen darüber hinaus, auf ihr Herz zu hören.

Da möchte ich an dieser Stelle auch gerne mal anknüpfen, wie wichtig ich es finde, dass wir in Bezug auf die Betreuungssituation unserer Kinder wieder beginnen, auf unser Herz hören. Den Kopf ausschalten. Ängste loslassen. Vertrauen. Lösungen und Wege finden statt Argumente von Rentenpunkten und Arbeitsplatzverlust.  

 

Quellen:

Quickfinder Schwangerschaft

Mutter werden

Ich werde Mama

Von | 2017-06-17T16:55:58+00:00 Juni 17th, 2017|Schwangerschaft|1 Kommentar

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Tiefgründiger Skorpion, Tierliebhaber, Reiki-Meister, Indien-Fan, Vegan, Weltenbummler, in einer langfristigen Stillbeziehung, Gegen-den-Strom-Schwimmer, Nach-Alternativen-Suchende, Grüne-Smoothie-Trinkerin, im Herzen ein Flieger.

Ein Kommentar

  1. Ingrun 18. Juni 2017 um 11:25 Uhr- Antworten

    Oh ja, und wie viele Mamas werden traurig und sind unsicher, ob die Entscheidung zur Fremdbetreuug richtig war.
    Ihr Herz spricht, aber sie sind zu schwach sich für ihren eigenen Mutterinstinkt und ihr Kind zu entscheiden. Meiner Meinung nach besser wäre es so lange das Kind in Vertrautheit zu begleiten, bis ich mir sicher bin, daß Fremdbetreuung an der Zeit ist. Meine Tochter zeigt jetzt mit 3,5 Jahren Interesse.
    Wie arm, daß wir in unserer doch sooo aufgeklärten, pluralistischen, individualisierten und toleranten Gesellschaft kein Selbstverständnis für die Belange unserer Kinder entwickeln.
    Wir ordnen uns und die kleinen Wesen stattdessen ungeprüft Konventionen unter und wünschen uns gleichzeitig selbstbewußte Kinder? Für mich ein Widerspruch.

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