Wenn sich nicht bald etwas verändert ist es aus!

2016 war für unsere kleine Familie ein Jahr voller Herausforderungen. Mein Mann war beruflich stark eingespannt und ich wuppte Haushalt, meinen Blog und die Selbstbetreuung unseres zunehmend autonomen Kleinkindes.

Und jetzt rate mal, was dabei völlig auf der Strecke blieb.

Genau. Die Beziehung. In unserem Fall die Ehe. Mit Sätzen wie „das ist halt so, dass die Partnerschaft in diesen ersten Kindsjahren etwas zu kurz kommt“ redete ich mir die Sache schön.

Bedürfnisorientiert. So einfach. So schwer.

Zumindest, wenn man es nicht für sich selbst definiert.

Mein Kind kommt an erster Stelle. Soweit klar. Und da mache ich auch keine Kompromisse. Ich weiß um die Bildung des Urvertrauens in den ersten Jahren. Und ich weiß aus eigener sehr schmerzlicher Erfahrung, was es bedeutet, sein Leben ohne dieses verbringen zu müssen.

Doch welche Rolle spielen Mama und Papa, wenn es um Bedürfnisorientierung geht? Geht es tatsächlich darum, nur auf die Bedürfnisse der Kinder zu schauen und entsprechend zu handeln? Müssen wir unseren Kindern jeden Wunsch von den Augen ablesen, noch bevor sie ihn ausgesprochen haben? Oder bedeutet bedürfnisorientiert nicht vielleicht eher, dass jedes einzelne Mitglied der Familie Bedürfnisse hat, die auch gesehen werden wollen?

Meiner Meinung nach muss das je nach Alter des Kindes differenziert werden.

Ein Säugling braucht uns jetzt. Punkt.

Je älter das Kind wird, desto mehr darf ich auch meine eigenen Bedürfnisse kommunizieren. So lebe ich meinem Kind vor, dass auch die Bedürfnisse anderer wichtig sind.

Nun bin ich zugegebenermaßen ein Mensch, der sich sehr gut zurücknehmen und seine Bedürfnisse ohne Probleme für eine gewisse Zeit hintanstellen kann.

Die Bedürfnisse meines Mannes stehen ehrlicherweise allerdings schon lange hintan. Ihn hat auch irgendwie keiner gefragt. Mutter und Kind – die Hauptpersonen – zählten. Der Mann hat als Ernährer der Familie zu „funktionieren“. Die Rollen klar verteilt.

Nun, wie privat möchte ich hier werden? Das ist die Frage, die sich mir stellte. Für mich ist Schreiben wie Therapie, und „was schreibt das bleibt“ bekanntlich. Soll es ja auch. Es soll unbedingt bleiben. Ich möchte zeigen, wie ernst es mir ist. Und es bleibt ja quasi unter uns. 😉

Gerade in Zeiten, in denen das verhexte Wort „Trennung“ immer mal wieder auf den Tisch kommt, ist es höchste Eisenbahn, sich die Bedürfnisse jedes einzelnen Familienmitglieds anzuschauen.

 

 

Da hilft uns aktuell vor allem, uns wieder bewusst zu machen, wie wichtig uns der Partner doch eigentlich ist. Der Familienglück-Kalender von Happybabys hat mich auf eine Idee gebracht. Dieser hängt nun in der Küche und abwechselnd schreiben Sascha und ich jeweils etwas in die noch weißen Datumsfelder. Ein Kompliment, ein liebes Wort, etwas, was wir dem anderen schon lange nicht mehr gesagt haben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So wird das Bewusstsein auf das Positive gelenkt. Auf die guten Seiten des Partners. Mein Ziel ist es, wieder eine Einheit zu werden. Die durch dick und dünn geht. In unseren Eheringen sind die Worte „Challenge accepted“ (Herausforderung angenommen) eingraviert. Da wirft man nicht in der ersten Talsohle alles hin.

Ich plädiere immer für „Beziehung statt Erziehung“. Das gelingt mir bei unserem Sohn sehr gut, doch an meinem Mann (er)ziehe ich ständig herum. Und Erziehung ist in meinen Augen Gewalt. Also bin ich meinem Mann gegenüber gewalttätig. Das fühlt sich jetzt gar nicht so gut an. Ständig an jemandem rumnörgeln, damit dieser sich verändert, weil er in meinen Augen in Teilen „falsch“ ist? Puh. Traurig. Ich will ja auch nicht, dass man so mit mir umgeht…

Und wieder hallt in meinem Kopf der von mir so gerne zitierte Ausspruch von Friedrich Fröbel: „Erziehung ist Beispiel und Liebe“. Ist das wirklich das Beispiel, das ich meinem Sohn sein möchte? Bedingungslosigkeit ist mir in seinem Zusammenhang sehr wichtig, warum fällt es mir so schwer, meinen Mann bedingungslos zu lieben? So, wie er ist. Mit seinen Fehlern und Schwächen. Denn die machen einen Menschen doch erst liebenswert, oder?

Das Herunterschrauben der Erwartungen. Die Ängste (existenzieller Art), die angesehen werden wollen. Sich freuen über das, was ist, und nicht darüber sinnieren, was sein SOLLTE.

Neulich habe ich gehört, die meisten Trennungen werden um den zweiten Geburtstag des Kindes vollzogen. Ich will nicht dazugehören.

 

 

Ich habe diesem einzigartigen und besonderen Menschen einst ein Versprechen gegeben. Mit ihm Hand in Hand durchs Leben zu gehen und gemeinsam in die gleiche Richtung zu sehen.

Darum ist es nun hochoffiziell, denn es steht hier schwarz auf weiß. Mein Vorhaben für 2017: Meine Ehe retten und nicht nur das. Ich nehme mir fest vor, nicht mehr zu bewerten und zu (ver)urteilen.

Wer ist mit mir zusammen mutig? Geht es Dir in Deiner Partnerschaft ähnlich oder vielleicht genauso? Und kennst Du das, andere ständig zu bewerten? Ich freue mich auf Deine Geschichte in den Kommentaren. Gerne auch anonym. 😉

 

Von | 2017-01-03T20:50:35+00:00 Januar 3rd, 2017|Allgemein|69 Kommentare

About the Author:

Tiefgründiger Skorpion, Tierliebhaber, Reiki-Meister, Indien-Fan, Vegan, Weltenbummler, in einer langfristigen Stillbeziehung, Gegen-den-Strom-Schwimmer, Nach-Alternativen-Suchende, Grüne-Smoothie-Trinkerin, im Herzen ein Flieger.

69 Kommentare

  1. Tamara 3. Januar 2017 um 21:24 Uhr- Antworten

    Hallo Jenniffer!
    Ich kann deine Schilderungen sehr gut nachvollziehen, wir sind leider beide solche Nörgler und das abzustellen ist echt schwer!
    Wir kommen beide aus recht großen Familien (6 bzw. 18 Geschwister) und wollten auf jeden Fall selber Kinder haben. War dann doch nicht so einfach, wie wir uns das vorgestellt haben…

    Als unser Ältester etwa 1,5 war hatten wir eine handfeste Ehekrise. Ich konnte nicht mehr und habe uns dann kurzerhand für einen Ehekurs bei einer Gemeinde in unserem Wohnort angemeldet. 11 Abende, jeweils Freitag, inkl. Abendessen. Meine Eltern waren unsere Babysitter. Das hat uns unglaublich gut getan. Viele Sachen wurden endlich mal angesprochen und auch wirklich sachlich ausdiskutiert.

    Bei manchen Themen haben wir auch heute noch unsere Probleme, vor allem weil wir zwei Hitzköpfe sind, ich hab sehr viel Temperament 🙊 Wir werden immer besser. Es ist harte Arbeit aber es lohnt sich.

    Ich wünsche euch alles Gute 😊

    Liebe Grüße

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 21:31 Uhr- Antworten

      Liebe Tamara, oje, zum Thema Hitzköpfe kann ich Dir auch ein Lied singen. 😉 Ich sage immer: Es kommt raus ohne Rücksicht auf Verluste oder Verletzte. Gar nicht gut. Aber ich bin davon überzeugt, dass der erste Schritt zur Besserung ist, es sich einzugestehen. Vielen Dank, dass Du Deine Geschichte mit uns geteilt hast. <3 Deine Jenniffer

    • Lindie 4. Januar 2017 um 9:09 Uhr- Antworten

      Hallo Jenn,
      erst mal ein großes Lob an deinen Text. Du sprichst was sehr wichtiges aus und vor allem Respekt, dass Du selber erkennst, was du falsch machen könntest und was besser. Daumen hoch.
      Es ermutigt mich auch was dazu zu schreiben… Ja, Ehe ist nicht einfach… Wir haben schnell geheiratet, kannten uns nicht gut und haben einen 10 Monate alten unglaublich tollen Sohn! Wir lieben ihn über alles auf der Welt. Mein Mann und ich streiten uns oft wegen Kleinen Dingen wie er sagt. Für mich sind aber die kleinen dinge halt gerade das, was vieles ausmacht. Ich bin menschlich manchmal sehr erschrocken von ihm, wie er über Dinge denkt und wie er vieles als selbstverständlich in seinem ganzen Umfeld nimmt, selbst aber nie bereit wäre das auch zu geben…. Kann hier nur grob schreiben, würde aonst zu viel werden. Es ist eben schwer, reden mit ihm ging bisher nie wirklich. Entweder ist er auf Streit aus und dann mürrisch und niemals einsichtig oder sagt nur ja ja…. Oder schreibt sehr fies… Es kommt nie zu einem wirklich gutem Gespräch was mal fruchtet. Ich bin auch schwer, sehr Temperamentvoll und auch frech, das weis ich und nachtragend bin ich auch, weil es so tief manchmal sitzt. Das ist auch nicht leicht mit mir, aber ich muss manchmal so hart sein, wie sonst soll ich es ihl begreiflich machen, dass er mich damit verletzt mit seiner Art? Woe sonst soll er mich verstehen, wenn er nicht zuhört und mir kaum Antworten gibt? Wie bringe ich ihn dazu, mich mal ernst zu nehmen und wirklich zu verstehen? Ich weis es echt nicht mehr. Habe das Gefühl, wir leben mehr und mehr aneinander vorbei, wenn sich nigjts ändert und er ist absolut nichz der gesprächige Mann, umso schwerer mit ihm zu reden….

      • Jenniffer 4. Januar 2017 um 9:41 Uhr- Antworten

        Liebe Lindie, ich danke Dir für Deine Worte. Es hat mich schon eine ganze Menge Mut gekostet. 😉 Mein Mann ist auch nicht gesprächig, ich kenne das also. Ich kenne das auch, wenn jemand meine Knöpfe drückt, dass ich dann hochgehe wie eine Rakete. Und so sehr ich mir immer vorgenommen habe, dies zu ändern, es klappte nie. Bis ich von der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg las. Er beschreibt darin, welche Möglichkeiten wir haben, auf eine bestimmte (für uns verletzende) Situation zu reagieren. Ein ganz wichtiger Punkt ist es, empathisch zu bleiben. In dem Moment, in dem wir uns in den anderen einfühlen, nehmen wir es nicht mehr so persönlich. Und ich nehme IMMER ALLES persönlich. 😉 Es ist nicht das Allheilmittel, aber vielleicht versuchst Du es mal auf der Ebene? Ich bin überzeugt davon, dass wir nur etwas verändern, wenn wir uns selbst verändern. Mit ständigen Vorwürfen ändern wir nichts! Ich drück Dich. Sei Dir bewusst, oder werde es, wie stark Du bist, und was Du alles leistest. Deine Jenn

  2. Irina 3. Januar 2017 um 21:40 Uhr- Antworten

    Diese Gedanken könnten von mir sein.. Mein Kind ist 19 Monate alt, mein Mann und ich sind kein Team mehr. Ich fühle mich alleine gelassen mit allen (kind, job, Haushalt), der fühlt sich nur kritisiert und nicht verstanden. Zeit zur 2 ist null, irgendwie abends sitzen wir ins bett und jeder macht sein Ding. Ich habe auch an Trennung gedacht, es scheint als ob jeder bring nur das schlimmste aus der andere heraus. Früher war es nicht so, wir waren ein team. Ich weiß nicht wie es weiter geht. Ich habe mich auch vorgenommen nicht mehr zu nörgeln, aber es ist so schwierig wenn ich fühle ich muss alles alleine machen, der geht arbeiten und zu Hause ist nur Spaß…. K.a…. Traurig ..

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 21:57 Uhr- Antworten

      Liebe Irina, ich kann lesen, wie entmutigt Du gerade bist. Reden, reden, reden ist wirklich etwas, was hilft. Mein Mann gehört nun wirklich auch nicht zu den Quasselstrippen. 😉 Das wird sich auch nie ändern. Die Gewichtung verschiebt sich, wenn Kinder da sind. Plötzlich hat man keine Zeit mehr, um auch nur Kleinigkeiten zu besprechen, oder man wird unterbrochen. Alles nicht hilfreich. Schafft euch wieder Gemeinsamkeiten. Vielleicht ist der Kalender, den wir führen, ja auch eine Möglichkeit für euch? Ich bin überzeugt, ihr werdet wieder ein Team werden, wenn ihr beide dazu beitragt. Was mir auch hilft: Wenn ich mich besonders über meinen Mann ärgere, beginne ich, ihn anzulächeln. Du wirst merken, in dem Moment, in dem Du lächelst, haben die bösen runterziehenden Gedanken keine Kraft mehr. Probiers aus und lass mich gerne wissen, ob es bei Dir auch funktioniert hat. Ich drück Dich mal ganz fest aus der Ferne. Du machst sicher einen super Job! Und Dein Mann weiß das bestimmt auch! Deine Jenn

  3. Anna 3. Januar 2017 um 22:34 Uhr- Antworten

    Ich war letztes Jahr genau an deinem Punkt. Ich habe mich gefragt, warum ich meinen Mann nicht so bedingungslos lieben kann, wie unsere Kinder.
    Ich hab aufgehört zu nörgeln und nur noch darüber gesprochen, was ich mir wünsche und ihm gesagt, dass er das tun soll was ihm wichtig ist.
    Er verstand es nicht, da ich nicht mehr nörgelte dachte er es läuft super, lehnte sich zurück und vielleicht freute er sich tatsächlich sein gelassen zu werden.
    Aber die Beziehung wurde ohne mein nörgeln zum freifahrtSchein für ihn, anstatt mehr für uns da zu sein kümmerte er sich um sich und ließ uns immer öfter im Stich.
    Aus der nörgelnden, wurde die empathische und dann die verletzte und streitende Ehefrau.
    Mein Ziel für 2017 ist es die Scheidung gut über die Bühne zu bringen.
    Die Trennung war für ihn wie ein Befreiungsschlag, seit dem er nur alle 2 Wochen für die Kinder verantwortlich ist und sonst mehr zeit für sich hat geht es gut. Unsere Beziehung als Eltern wird besser, unsere Beziehung als paar ist gescheitert. Aber es fühlt sich richtig an.
    Also ich bin nicht dabei. Wünsche allen anderen viel Erfolg.

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 23:30 Uhr- Antworten

      Liebe Anna, Du hast eine Entscheidung für euch getroffen, die für Dich passt. Und offensichtlich für eure ganze Familie. Das ist toll und authentisch. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es friedlich und harmonisch (sofern man das so sagen kann) vonstatten geht. Alles alles Liebe für euren Weg! Und danke, dass Du uns teilhaben hast lassen. Deine Jenniffer

  4. Ama 3. Januar 2017 um 23:01 Uhr- Antworten

    Liebe Jenn,
    ich danke Dir für Deinen offenen Lagebericht.
    Ich kann nur hoffen, dass viele ihn lesen und anhand dessen gucken, wo sie gerade stehen.
    Die Kalenderbenutzung von beiden finde ich sehr charmant und das Entnörgeln wichtig, denn – wie du folgerichtig erkannt hast – als Vorbild Situation ist dies absolut sträflich.
    Also, Euch eine erfolgreiche Zweisamkeit.
    Liebe Grüße von
    Ama

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 23:31 Uhr- Antworten

      Liebe Ama, herzlichen Dank für Dein Feedback. Ich denke auch, dass wir auf einem guten Weg sind, wenn ich es schaffe, das alles umzusetzen! 😉 Deine Jenn

  5. Kathrin 3. Januar 2017 um 23:03 Uhr- Antworten

    bei mir ist es ähnlich. obwohl mir die bedingungslose liebe sehr wohl bewusst ist, und wie wichtig sie ist, habe ich dennoch oft probleme damit. eine vermutung ist, das jeder von uns, vor dem kennen lernen schon vieles erlebt hat das ihn geprägt hat. und dieses hat man nicht mit dem partner zusammen erlebt. daher existiert es in der eigenen realität nicht. bei dem kind ist es was anderes. es kommt hier auf die erde, und man erlebt jede prägung und jedes geschehen mit. daher ist es einfacher kinder bedingungslos zu lieben als erwachsene. meine vermutung.

    seit wir wissen das ich schwanger bin hat sich aber unsere beziehung sehr stark verbessert. es hat uns noch mehr zusammen geschweist. aber ich denke wir haben es auch wesentlich einfacher wie die norm der menschen. mein partner ist musiker und künstler und arbeitet zuhause. er hat keinen hamsterradjob der ihn zwingt von morgens bis abends weg zu sein. ich selber bin in der schwangerschaft und auf alle fälle die ersten 3-6 Jahre zuhause. wenn nicht sogar noch länger da unser kind nicht in die schule gehen wird, außer es möchte unbedingt. ich denke dieser entschläunigte alltag ist einfacher für eine beziehung. jedenfalls einfacher für unsere familie.

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 23:33 Uhr- Antworten

      Liebe Kathrin, ich sehe es wie Du: Als Sascha und ich zusammenkamen, waren wir beide schon sehr geprägt aus vielen vorherigen gescheiterten Beziehungen. Jeder brachte ein GROSSES Päckchen mit. Wir wussten beide genau, was wir auf keinen Fall mehr haben wollten!

      Ich bin schon sehr gespannt, wie sich euer Leben mit dem kleinen Würmchen gestaltet und werde es interessiert verfolgen. <3
      Deine Jenn

    • Alraune 4. Januar 2017 um 0:18 Uhr- Antworten

      Euer Kind wird nicht in die Schule gehen? Versteh mich nicht falsch, Kindergarten ok, da muss ein Kind vielleicht nicht unbedingt hin. Aber Schule? Hier herrscht doch Schulpflicht. Sorry, aber da hast du mich jetzt wirklich neugierig gemacht.

      • kathrin 4. Januar 2017 um 18:28 Uhr- Antworten

        wir haben uns lange mit dem thema schule auseinander gesetzt bevor wir die entscheidung getroffen haben. wie gesagt, immer mit dem vorbehalt das unser kind etwas anderes möchte.

        wir haben uns informiert woher die schulpflicht stammt und wie es das kind prägen wird. außerdem sind wir gezielt nochmal unsere eigene schulzeit durchgegangen. diese entscheidung haben wir nicht leichtfertig getroffen.

        es ist so das deutschland und neuseeland die einzigen länder sind die die schulpflicht haben. alle anderen länger wie zb. österreich haben eine bildungspflicht, also keine anwesenheitspflicht in einem bestimmten gebäude zu einer bestimmten zeit. in england gibt es weder eine schulpflicht noch eine bildungspflicht, in der schweiz gibt es nur eine bildungspflicht. es ist ein leichtes den erstwohnsitz in england an zu melden, bzw in england herrscht keine anmeldepflicht, das heißt es reicht wenn ich mich in deutschland abmelde und hier angebe ich bin nach england umgezogen. dort muss ich mich nicht melden. damit ist die ganze sache schon mal „legal“.

        zur geschichte der schulpflicht in deutschland. lange vor hitlers zeiten gab es weder eine schulpflicht noch eine bildungspflicht. die kinder mussten hart am feld schufften damit die familie über wasser gehalten werden konnte. das ist natürlich nicht im sinner der kinder. nach dieser zeit wurde die bildungspflicht eingeführt um die kinder von der arbeit zu befreihen. das heißt die eltern mussten gewährleisten das die kinder nicht arbeiten und sie waren verantwortlich dafür das sie einen gewissen grad an bildung erhielten. dies wurde durch jährliche tests kontrolliert. so wird heute in vielen ländern auch noch die bildungspflicht kontrolliert. durch tests die ein mal im jahr stattfinden. als hitler an die macht kam entstanden dann kinderkrippen. (vorher gab es so etwas nicht) und die schulpflicht. hitler wusste, wenn er ein volk haben wollte das gefügig war musste er bei den kleinsten anfangen und von anfang an ihr denken prägen. daher die krippen. umso instabieler die familien umso leichter war es für das system. aus diesem grund wurde auch die schulpflicht eingeführt. um die kinder so zu prägen wie sie für den staat gebraucht worden sind. diese strukturen sieht man heute auch noch in der schule. immer wen eine glocke bimmelt bewegen sich die kinder von einem ort zum anderen. das ist indoktrinierung. es gibt einen ausgang (pause) in der die kinder verpflichtet sind sich nach draußen zu begeben. (gefängnisstrukturen)
        die schulpflicht ist ein hitlergesetzt. eigentlich besagt unser gesetzt das diese nicht mehr angewendet werden dürfen. blickt man aber genauer hin erkennt man das sie doch noch angewendet werden. wie in diesem fall die schulpflicht.
        dies war nur der geschichtliche hintergrund.

        natürlich gibt es auch noch den menschlichen/pädagogischen hintergrund. das wäre hier aber zu lang um alles zu schildern. wenn du mehr über den pädagogischen hintergrund wissen möchtest empfehle ich im bereich der neurobiologie zu forschen. wie kinder lernen. wenn man sich lange damit beschäftigt hat stellt man fest das die schule genau das gegenteil tut wie es für kinder sinnvoll wäre zu lernen um die gelernten dinge sich merken zu können.

        dann kommt noch der aspekt das in der schule halbwahrheiten und lügen unterrichtet werden. mal abgesehen von den veralteten lernbüchern und lehrmethoden. jedenfalls in deutschland.

        neuseeland hat zwar auch die schulpflicht, sie haben jedoch das ganze schulkonzept so ausgebessert das es der kindlichen entwicklung dienlich ist.

        aber das was uns am meisten stutzig gemacht hat ist wirklich der pädagogische bereich. aber der ist wirklich so riesig das ich ihn hier nicht schildern kanrn. du kannst mir aber gerne auch privat schreiben, und ich erzähle ein wenig drüber. am besten ist es aber wenn man sich selber informiert und nicht informationen von anderen übernimmt. das ist nämlich das was die schule macht 😉

  6. Christian 3. Januar 2017 um 23:11 Uhr- Antworten

    Ein sehr, sehr schöner Artikel liebe Jenniffer, vielen Dank dafür! Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Rettungsvorhaben!

    LG

    Christian

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 23:34 Uhr- Antworten

      Danke, lieber Christian. 😉

  7. KIKI 3. Januar 2017 um 23:14 Uhr- Antworten

    Liebe Jenniffer,
    wahre Worte. Wir „neuen“ Eltern, also Eltern, die eine gleichwürdige Beziehung mit ihren Kindern leben wollen, vergessen viel zu oft sich selbst, ihren Partner und ihre Freunde. Und eigentlich sind es fast immer die Mamas, die nicht auf sich achten – weniger die Papas. Und was ist das Ergebnis? Alle leiden.
    Wir müssen hier umdenken, sobald die Kinder älter sind und wieder an uns denken.

    Ich wünsche euch alles Gute für das Jahr 2017 und wünsche euch von Herzen, dass ich zusammenbleibt!

    KIKI

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 23:37 Uhr- Antworten

      Liebe Kiki, das ist sehr lieb von Dir. Danke für die gute Hoffnung, die Du uns anhand Deiner Worte ins Wohnzimmer schickst. „Neue Eltern“ – die Bezeichnung gefällt mir außerordentlich gut. Auf zu neuen Ufern. Denn nur Veränderung an sich selbst kann etwas im Außen verändern. Alles Liebe für Christian und Dich und eure Jungs im neuen Jahr. Deine Jenn

  8. Christiane W. 3. Januar 2017 um 23:28 Uhr- Antworten

    Könnten Original meine Worte sein.
    Bin zu 100% in der gleichen Situation 🙁

    • Jenniffer 3. Januar 2017 um 23:38 Uhr- Antworten

      Ui, liebe Christiane, wenn Du magst, schick mir eine PN übers Kontaktformular und wir reden drüber. Deine Jenn

  9. anonym 3. Januar 2017 um 23:50 Uhr- Antworten

    Liebe Jenniffer,
    dieser Artikel könnte von mir geschrieben sein. Unser Sohn ist im Oktober 2 geworden und auch bei uns kommen die Bedürfnisse meines Mannes an letzter Stelle. Wir streiten wegen jeder Kleinigkeit, dann reden wir wieder darüber, dass es besser werden muss, aber es wird nicht besser. Ich frage mich ständig, ob mich viele Dinge an meinem Mann früher nicht gestört haben oder ob er sich so verändert hat. Er meint, ich beschäftige mich viel zu viel mit dem Thema Kind und „Erziehung“ (er hält nicht viel von Attachment parenting bzw. beschäftigt sich nicht damit). Jetzt sind wir auch noch vor 2 Wochen umgezogen und hatten deswegen eine noch stressigere Zeit. Ich sage auch immer, es wird besser, wenn unser Sohn älter ist, aber mein Mann möchte nicht mehr warten, er möchte, dass sich jetzt was ändert. Das Wort „Trennung“ stand von seiner Seite aus auch im Raum. Ich bin auch der Meinung, dass es mit Kind einfach so ist, dass die Beziehung zu kurz kommt, aber ich glaube, für die Frau bzw. Mutter ist das auch viel einfacher, weil sie ja mit dem Kind so viel Zeit verbringt und sie das sozusagen „ausfüllt“. Das mit dem Kalender ist eine tolle Idee, vielleicht können wir auch so etwas machen. Ich habe mich sehr erschrocken, dass Du geschrieben hast, dass die meisten Trennungen um den 2. Geburtstag des Kindes passieren. Ich wünsche Dir sehr, dass es bei Euch besser wird!!

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:09 Uhr- Antworten

      Hallo! Hab vielen Dank für Deine Geschichte. Das klingt unserer wirklich ganz ähnlich. Ich glaube, ein Hauptproblem ist tatsächlich, dass man nicht mehr viel miteinander spricht. Für die Alltagsthemen mag man noch Platz finden, bzw. klärt sie zwischen dem Windelwechsel und dem nächsten Stilleinsatz. Aber für die tiefgehenden Themen, die erst einmal analysiert werden müssen (Meine Bedürfnisse, meine Gefühle, Deine Bedürfnisse, Deine Gefühle) fehlt oft die Zeit, weswegen es verschleppt wird wie eine Erkältung, die dann hartnäckig bleibt. Der Schlüssel dürfte Reden, reden, reden sein. Ob das in der Praxis so einfach ist wie es jetzt klingt, wohl nicht. Theorie und Praxis liegen eben oft sehr weit auseinander. Eine positive Grundeinstellung kann jedoch schon sehr zum Wohle des Familienglücks beitragen. Ich wünsche euch alles alles Gute!! Ihr werdet euren Weg finden und ihn gehen. Deine Jenn

  10. Alraune 4. Januar 2017 um 0:47 Uhr- Antworten

    Danke für deinen ehrlichen Text. Einiges kommt mir sehr bekannt vor, das haben wir hier in gleicher oder ähnlicher Form auch viel.
    Mein Mann hat drei Schichten plus Abendschule und Samstags Schule, irgendwann muss er auch lernen, braucht auch mal etwas Zeit für sich und schläft ansonsten viel.
    Ich habe drei Kinder (13, fast 6 und fast 2) und auch einige Termine mit ihnen, dazu kommen meine eigenen Termine, Spielplatz, Haushalt, kochen, stillen etc etc. Es bleibt kaum Zeit für mich, selbst auf Toilette kann ich kaum mal alleine gehen.
    Ich liebe meine Kinder über alles, sie stehen auch immer an erster Stelle bei mir. Trotzdem meckere ich auch öfter mal mit ihnen. Dennoch liebe ich sie bedingungslos.

    Mein Mann reisst sich für uns echt den Arsch auf und obwohl ich auch ihn über alles liebe wird er immer nur an zweiter Stelle bei mir stehen. Und es gibt immer was weswegen ich ihn anmeckere. Oder er mich, ist ja nicht so dass nur ich mecker. Wir meckern beide viel aneinander rum. Und uns beide nervt es. Wir lieben uns, sind aber beide auch Sturköpfe und die Gesamtsituation stresst uns einfach beide. Denn wir haben auch keinen Babysitter und keine familiäre Unterstützung. In 7 Jahren konnten wir genau 1 mal alleine essen gehen für zwei Stunden abends.

    Es fehlt uns einfach, aber zurzeit ist nicht mehr drin zeitlich. Eine Trennung kommt für uns nicht infrage, da sind wir noch lange nicht, aber es sollte sich schon was ändern bei uns beiden. Daher finde ich deine Idee mit dem Kalender sehr gut und ich denke das ist einen Versuch wert. So sehen wir dann auch mal wieder das Positive am andern.

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:17 Uhr- Antworten

      Liebe Alraune, ich drücke euch ganz fest die Daumen. Vielleicht ist der Kalender ein Anfang, ja. Deine Geschichte klingt jedoch für mich nach einem Happy end. 🙂 Dranbleiben. Festhalten. Kleine Inseln der Zuwendung schaffen. Herzlichst, Deine Jenn

  11. Tinje 4. Januar 2017 um 0:52 Uhr- Antworten

    Hallo Jenniffer,
    Toller Beitrag! Und ja, bei uns ist es genauso…diese Nörgelei! Und ich kann mich leider nicht mehr ausnehmen, obwohl ich das auch anders kann- aber das wird ganz schnell zum Selbstläufer.Leider.
    Der Satz schwebt auch über unseren Köpfen u ich hoffe für uns , dass wir das nächste Jahr wie einige vorher überstehen…bloß wie und zu welchem Preis?! Und wie , ohne dran zu arbeiten? Aber wann dran arbeiten ohne Kinderbetreuung…? Hach ja, das Jahr ist noch ganz frisch. Hoffen wir auf gute Einfälle! So wie eurer mit dem Kalender <3 !

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:26 Uhr- Antworten

      Liebe Tinje, es sind wirkliche die kleinen Dinge, die eine Veränderung in der Beziehung bringen können, das ist mir klar geworden. Hier ein Lächeln, da ein liebes gesprochenes oder geschriebenes Wort. Anerkennung für das, was der Partner leistet. Und nicht zu vergessen: Sich selbst feiern und immer wieder bewusst machen, was DU selbst leistest. Denn oft sind wir Mütter diejenigen, die „alles unter einen Hut“ bringen müssen. Leider ist der Hut allerdings nicht immer groß genug… Ich wünsche euch von Herzen alles Liebe. Ihr werdet einen Weg finden, da bin ich mir sicher. Deine Jenniffer

  12. […] Phase kann eine Phase bleiben und muss keinesfalls ein Trennungsgrund sein. Doch das erfordert den Einsatz der ganzen Familie. Völlig richtig ist, dass das Bild der glücklichen Familie aus Waschmittel- […]

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:27 Uhr- Antworten

      Danke schön 🙂

  13. Denise 4. Januar 2017 um 1:21 Uhr- Antworten

    Liebe Jenniffer, herzlichen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen und ich kann eure Situation so gut nachempfinden, gab es doch in den letzten 10 Jahren, seit wir Eltern sind immer wieder Täler und Schluchten. Jetzt rückblickend bin ich froh um diese Täler. Haben Sie uns doch aufgefordert, uns Schritt um Schritt klar zu machen was wir uns wünschen und wie wir unser Leben als Familie leben wollen. Ja, und nun sind wir mit großen Schritten, dann wieder kleinen Schritten auf der Zielgeraden zu unseren Wünschen. Bedürfnisse sind auf dem Tisch. Mögliche Lösungen auch und die Wege werden sich finden. Auch wenn du es nun im Moment nicht sehen kannst (vielleicht). Das Erkennen ist ein sehr kraftvoller Moment, so dass so vieles ins Rollen kommen kann. Du hast ja schon einen guten Sprung gemacht, indem du dich gedanklich auf die Dinge konzentrieren willst, die gut laufen. Das ist ein wichtiger Schritt. Sei einfach nachsichtig mir dir/euch. Lass euch Zeit. Veränderungen geschehen meistens nicht von heute auf morgen. Frage dich einfach auch mal noch…. Bist du bedingungslos gegenüber dir selber? Kannst du dich annehmen, auch und vor allem wenn du an deinem Partner herumnörgelst? Bedingungslose Liebe fängt immer bei uns an. Alles Liebe euch. Denise

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:00 Uhr- Antworten

      Liebe Denise, Du triffst ins Schwarze. Wenn ich schon so ehrlich bin, dann will ich jetzt mal so richtig ehrlich sein. Ich erwähnte ja auch schon im Artikel, dass es mit meinem Urvertrauen nicht weit her ist. Dieses kann auch nachträglich nicht mehr aufgebaut werden. Immer wieder zweifle ich an mir und dem, was ich tue. Also vor allem an der Wertigkeit meines Tuns. Egal, in welcher Hinsicht. Es gibt sicherlich einige Baustellen, da reicht das Jahr 2017 nicht aus. 😉 Danke für diesen wertvollen Anstoß. Deine Jenn

  14. Sarah 4. Januar 2017 um 1:28 Uhr- Antworten

    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute <3
    Wenn beide Partner bereit sind, etwas zur Beziehung beizutragen, lässt sich die Ehe sicher retten.

    Ich beginne 2017 nach 13 Jahren Beziehung wieder zu leben. Mein Mann zieht Ende Januar aus und dann bin ich wieder FREI!

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:30 Uhr- Antworten

      Liebe Sarah, ihr seid einen Schritt weiter. Ihr habt eine Entscheidung getroffen, die für euch passt. Und Du klingst erleichtert. Dann ist es der richtige Weg für Dich / euch. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit, Dich wieder selbst neu zu finden und zu strukturieren. Alles alles Gute! Deine Jenn

  15. Alexa 4. Januar 2017 um 5:54 Uhr- Antworten

    Hallo Jennifer,
    Du hast auch mir aus der Seele gesprochen! Es ist schwierig seinen Partner so sein zu lassen wie er ist! Und allem das auch zu akzeptieren und zuzulassen! Mir geht es auch häufig so, dass mein Mann sich gegenüber meiner mittlerweile 2,5 Jährigen Tochter in einer Art und Weise verhält, die in meinen Augen nicht gut für sie ist. Oder auch: ich finde er lässt sie zu sehr so sein, wie sie ist und unterstützt mich nicht in der „Erziehung“ ( z.B. sitzen bleiben beim Mittagessen, mit Essen nicht rummatschen, nicht rülpsen, etc.) . Das ist oft schwierig zwischen uns, da fühle ich mich ganz schön allein und werde wütend, nörgelig meinem Partner gegenüber!
    Er kann manche meiner Ansichten zum Thema Umgang mit den Kindern nicht teilen und macht es anders als ich. Ich frage mich schon häufiger wieviel Gemeinsamkeit in Bezug auf die Haltung zum Kind brauchen wir um noch als Einheit vor dem Kind wahrgenommen zu werden und wieviel Unterschiedlichkeit können wir zu lassen, weil es ja auch bereichert???
    Ich weiß da noch keine Antwort. Wir sind eben beide sehr unterschiedlich, was ja dem Grunde nach nichts schlechtes ist, aber Gemeinsamkeiten haben und schaffen sind wichtig um sich zueinander zugehörig und gebunden zu fühlen. Wenn davon nicht viel da ist, wird es schwierig weiterhin zusammen zu denken und zu handeln! Meine Sorge ist ebenfalls sich aus dem Blick zuverlieren als Paar, bei all den Herausforderungen als Eltern. Wir haben vor 4 Mo unsere 2 Tochter bekommen und sind nun nochmal ganz anders eingespannt und gefordert als Eltern. Da ist im Moment wenig Zeit für uns als Paar! Mein Mann ist zusätzlich auch so gepolt das er sagt: „Ich habe schon nur Zeit am WE für die Kinder, dann widme ich mich denen auch voll und Zeit nur mit mir als Partnerin möchte er nicht, denn dafür bräuchte er erstmal Zeit für sich selbst, die er ja auch nicht hat!“ Er sagt auch immer unsere Kinder sind nur so kurz klein, er möchte jetzt für sie da sein. Es kommen auch wieder Andere Zeiten. Es ist verzwickt, wir kommen da so nicht auf einen gemeinsamen Nenner trotz dass wir gemeinsam zur Beratung gehen.
    Soweit meine Gedanken dazu!
    Viele Dank für Deine Gedankenanstöße!

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:41 Uhr- Antworten

      Liebe Alexa, ich bin der Meinung, man muss als Eltern nicht „an einem Strang ziehen“. Am besten gar nicht ziehen. 😉 Ein Kind kann durchaus differenzieren, bei wem es was darf oder eben nicht. Ich stelle es mir unheimlich schwierig vor, wenn man in allen Punkten übereinstimmen will. Fast unmöglich. Spüre mal rein: Ist es für Dich vorstellbar, dass Dein Mann einen anderen Weg geht als Du in Bezug auf eure Kinder? Er klingt nach einem sehr liebevollen Vater, Deiner Beschreibung nach. Viele Mütter sehnen sich nach einem solchen Mann, denn viele fühlen sich völlig allein gelassen mit der ganzen „Familienarbeit“. Nichts desto trotz solltest Du das Gespräch mit ihm suchen, wenn Dir auch die Zweisamkeit wichtig ist. Schafft euch kleine Auszeiten. Es muss nicht immer das Abendessen auswärts sein. Auch in 5 Minuten am Abend, in denen man sich in die Augen schaut und einander sagt, wofür man dankbar ist, können eine positive Wende begünstigen. Ich wünsche euch viel Kraft und Mut, euren individuellen Weg zu gehen. Deine Jenniffer

  16. Helena 4. Januar 2017 um 7:06 Uhr- Antworten

    Gerade gab es bei uns heftigen Streit. Aber gerade haben wir auch richtig lange geredet. Und nun lese ich deinen Artikel und bin irgendwie froh nicht alleine mit meinem Problem zu sein. Ich habe Hoffnung das wir ohne Trennung davon kommen. Denn ich liebe meinen Mann und unser Leben, nur so wie es jetzt ist kann ich einfach nicht mehr. Ich bin fertig. Kriege kaum Schlaf aber auch kaum Unterstützung. Haushalt Kind mein Studium und zu guter Letzt die Beziehung alles ist meine Aufgabe. Ich bin kein großer Nörgler und habe lange geschwiegen. Alles geschafft weil es eben gemacht werden musste. Aber jetzt bin ich fertig. Zu müde zum schlafen. Nur am weinen und habe ständig Herzklopfen. So kann es nicht weiter gehen. Darum denke ich das das Nörgeln alleine nicht schlimm ist sondern wie man so schön sagt der Ton macht die Musik. Es ist doch wichtig seine Bedürfnisse aus zu drücken. Das habe ich viel zu lange hinten angestellt. Auch mein Vorsatz in neuen Jahr ist es meine Ehe zu retten. Aber dazu gehören immer zwei. Ich kann nicht alles alleine packen. Nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr eine Beziehung alleine zu führen. Darum hoffe ich das auch wir wieder ein Team werden und unser Leben gemeinsam stemmen. Dein Text hat mir Mut gemacht. Er kam wie gerufen wie eine Botschaft direkt an mich. Ich danke dir für deine ehrlichen Worte.

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:53 Uhr- Antworten

      Liebe Helena, zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich glaube nicht an Zufälle. 🙂

      Dein Kummer ist auf die körperliche Ebene übergegangen. Das klingt gar nicht gut. Als würdest Du in einen Burn-out reinrutschen, wenn Du nicht achtgibst. Was meinst Du, könntest Du Dir Unterstützung holen? Jemanden, der Dir im Haushalt hilft? Beim Kochen? Kerstin schrieb in ihrem Blogartikel https://berufungmami.de/2016/12/29/fruehe-fremdbetreuung-oder/ so schön, dass man sich ein Mütterteam aufbauen soll. Vielleicht ist das für Dich eine Perspektive? Ich drücke Dich mal aus der Ferne und wünsche Dir GANZ viel Kraft für die nächsten Wochen und Monate. Miteinander Reden bedeutet immer noch Hoffnung. Macht euch bewusst, was alles schön ist an eurer Beziehung. Aber vor allem: Pass auf Dich auf. Deine Jenn PS: Schreib mir gerne eine PN, wenn Du reden magst.

  17. Vivi 4. Januar 2017 um 7:39 Uhr- Antworten

    Unser kind ist 3,5. meine bedürfnisse habe ich lange hintenangestellt. Jetzt, wo ich sie ausspreche, werden sie nicht angenommen. „Du wolltest ein kind!“, „du bist die mama.“ – während mein mann hier zum sport geht, da freunde trifft. Abends vor der glotze sitzt und morgens nicht aus dem bett kommt. Ich stehe jeden morgen auf, bringe das kind in den kiga, gehe arbeiten, hole das kind ab. Gehe einkaufen, kümmer mich um den haushalt und ums essen, und bringe das kind sehr spät abends ins bett.
    Eheberatung? – „nee sowas brauch ich nicht.“

    Ansonsten viel streit mit sehr derben beleidigungen.
    Leider gibt es auch momente im leben, wo man merkt, dass es eben nicht mehr geht.
    2017 ist das jahr dafür, das durchzuziehen.

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 7:57 Uhr- Antworten

      Liebe Vivi, eine Entscheidung zu treffen, egal, in welche Richtung diese geht, ist immer eine Form der Stärke. Du bist stark, ob Du an der Beziehung weiter arbeitest oder eine Entscheidung triffst. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Dir gelingen wird, was für Dich stimmig ist. Deine Jenniffer

  18. Dani 4. Januar 2017 um 8:05 Uhr- Antworten

    Hallo Jenniffer,
    Bei uns schaut es ähnlich aus. 2016 war nicht unser Jahr. Es sind 2-3 Dinge passiert sodass unsere Lebensplanung nun um 1 Jahr im Verzug ist. Darauf hin habe ich meinem Partnerschaft viele Vorwürfe gemacht, er hat sich immer mehr zurück gezogen. Dann gab es gefühlte 1000 Gespräche zwischen uns und wir konnten, denke ich, einiges klären.
    Wir haben uns auch kaum Zeit zu zweit genommen und nur noch aneinander vorbei gelebt. Unser Versuch uns wieder näher zu kommen: das klassische Weihnachtsgeschenk fiel weg. Dafür plant jeder von uns im kommenden Jahr in jeden Monat ein kleines Geschenk/eine Aufmerksamkeit/einen Ausflug für den anderen. Nach dem Motto „was haben wir vor der Geburt unserer Tochter so gemacht“. Mal sehen wie das so wird.

    Liebe Grüße
    Dani

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 8:34 Uhr- Antworten

      Liebe Dani, das „Nebeneinanderherleben“ ist in der Tat gefährlich. Wir haben zur Hochzeit eine Karte bekommen, auf der stand, dass eine Ehe tägliche Arbeit bedeute. Ich fand das damals völlig unpassend (Bewertung! ;-)) und heute denke ich: Wie recht sie hat(te). Was für eine tolle Idee mit den Ausflügen. Da muss man sich auch echt Gedanken machen, was den anderen erfreuen könnte. Großartig! Ein weiterer Ansatz für wieder mehr Nähe zum Partner. Vielen Dank für den tollen Tipp! Und toi toi toi für euch! Deine Jenniffer

  19. Julia 4. Januar 2017 um 9:00 Uhr- Antworten

    Oh ja, der Artikel spricht mir etwas aus der Seele. Das mit dem Kalender würde ich zwar nicht machen bzw. noch nicht, da sich das bei mir irgendwie künstlich anfühlt, aber der Rest stimmt. Ich frage mich immer, warum mich mein Mann plötzlich (bzw. seitdem die Kinder auf der Welt sind) so nervt. War das früher auch so? Er ist so laut und weckt dann fast die Kinder. Wir haben uns kaum noch was zu sagen. Er arbeitet den ganzen Tag und ich bin zu Hause. Wenn er abends nach Hause kommt, erzählt er meist nichts und ich habe auch nicht besonders viel zu erzählen, außer, was die Kinder so gemacht haben. Wir sind uns einfach fremd geworden. Es fehlt auch komplett Nähe und Zuneigung. Wenn er nach Hause kommt, werden die Kinder begrüßt und ich nicht. Naja, meist hat er Angst, dass ich sauer bin, weil er wieder so spät ist. Es fehlt auch das Glitzern in seinen Augen. Beim Abendessen träumt er vor sich hin und ist nicht bei uns. Klar, ich bin gemein zu ihm und er hat es nicht leicht, mich zu lieben, da ich auch gefrustet bin, auf ihn zuzugehen und nett zu sein, da ich mich auch vernachlässigt fühle. Das ist so ein Teufelskreis. Er übersieht mich und ich übersehe ihn. Wenn ich die Dinge anspreche, heißt es nur von seiner Seite, dass doch im Grunde alles ok ist, aber ich glaube das nicht. Auf Eheberatung habe ich keine Lust und mein Mann sicherlich auch nicht und ich finde den Gedanken so unschön, dass wir jetzt an der Beziehung hart arbeiten müssen. Gerade in der Partnerschaft, habe ich immer gedacht, dass man einfach angekommen ist, aber ich merke, je länger wir zusammen sind, umso weniger verstehen wir uns, auch bei den Alltagsdingen. Ich habe immer gedacht, dass der Partner einen irgendwann mal blind bzw. ohne Worte versteht, aber ich muss auch weiterhin alles klitzeklein erklären, wie ich etwas möchte. Mein Mann ist sicherlich maximal 50 Prozent für die Situation verantwortlich, aber in meinem Kopf ist er quasi schuld…wenn er doch wieder mehr auf mich schauen würde, mich einfach mal in den Arm oder an die Hand nehmen würde, aber das tut er nicht, wahrscheinlich deshalb, weil ich mich körperlich wie psychisch von ihm distanziert habe. Ich könnte ihn ja auch umarmen, mache ich aber auch nicht. Mal schauen, wie es so wird. Paarzeit haben wir schon seit 5 Jahren nicht mehr gemacht, aber ich vermisse es gar nicht so sehr. Beim gemeinsamen Abendessen, hätten wie uns eh nicht viel zu sagen und jeder würde auf sein Smartphone schauen. Das ist auch etwas, was mich nervt: bei jeder Gelegenheit schaut mein Mann aufs Handy, um zu lesen. Da fühle ich mich auch vernachlässigt. Bestes Beispiel Silvester: Kinder sind nach Mitternacht endlich im Bett, da geht mein Mann an den Computer und ich lese ein Buch. Er ist gar nicht auf die Idee gekommen, dass wir noch etwas Zeit gemeinsam hätten verbringen können. Ehrlicherweise lese ich auch lieber. Bei uns wird es echt schwierig. Auch weil ich immer mehr Eigenschaften seiner Eltern (meiner Schwiegereltern) in ihm entdecke und die nerven mich auch sehr. Sonst ist mein Mann ein herzensguter Mensch und er hat es eigentlich nicht verdient, dass ich immer auf ihm rumhacke. Es kommt dazu, dass er als ein konfliktscheuer Mensch erzogen wurde. Konflikte werden in seiner Familie ausgesessen. Und ich bin das Gegenteil: bei uns ging es immer sehr temperamentvoll zu. Das war zwar auch nicht gut, aber mir fehlt trotzdem etwas. Das Anschweigen macht mich fertig.

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 9:51 Uhr- Antworten

      Liebe Julia, es hört sich an als ob ihr beiden dringend wieder Gemeinsamkeiten braucht. Was habt ihr früher gerne getan, bevor die Kinder kamen? Es muss ja nicht sein, dass ihr dies ohne die Kinder macht, vielleicht findet sich eine Möglichkeit, es zu verbinden.

      Was wäre, wenn Du abends, wenn er nach Hause kommt, einfach aus ihn zugehst, ihn in den Arm nimmst, ihm einen Kuss gibst und ihm sagst, dass es schön ist, dass er zu Hause ist. (oder eine abgespeckte Variante für den Anfang 😉 )
      Ist das vorstellbar für Dich?

      Verbündete Grüße, Deine Jenniffer

  20. Jen 4. Januar 2017 um 9:29 Uhr- Antworten

    Hey Jenn, es tut so gut zu lesen, dass es dir und vielen anderen ebenso ergeht…auch wenn es traurig ist. Ich fühlte mich oft so allein mit meinen Gedanken und schwermütigen Gefühlen. Auch ich bekomme regelmäßig zu hören, dass nur noch die Kinder eine Rolle spielen, dass sich unsere Themen immer und ausschließlich um sie drehen. Ja, das stimmt. Für mich hat alles seine Zeit und seit der Geburt meiner Söhne ist eben Kinderzeit, d. h. ich stelle mich hinten an, meine Bedürfnisse werden erst einmal zurück gesteckt. Die guten Ratschläge, wieder mehr nach mir zu schauen, wieder mehr mit Freunden zu unternehmen, mal weg zu fahren etc. kann ich nicht umsetzten. Es geht einfach nicht es fühlt sich falsch an. Ich stehe mir selbst im Weg, oder? Mein Mann sucht den Ausgleich von Anfang an und wir haben ständig Streit deswegen, weil ich seine Unterstützung brauche und ihn auch am Wochenende nicht gerne für seine Hobbies gehen lassen möchte. Ich sage dann immer, dass das ja alles wieder kommt, wenn die Kids älter und selbständiger sind. Das stößt nicht gerade auf Gegenliebe. Zumindest möchte ich in 2017 weniger meckern, nörgeln und versuche auch etwas los zu lassen, um mich und uns zu retten. Wünsche dir alles Gute. Du machst es richtig.

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 9:44 Uhr- Antworten

      Liebe Jen, offensichtlich habe ich hier in ein Wespennest gestochen. Ich habe den Eindruck, viele sind dankbar, dass sie es ENDLICH mal aussprechen dürfen. Auch mir geht es wie Dir. Durch diese Gemeinschaft hier fühlt es sich plötzlich gar nicht mehr so schlimm an. Es geht soooo vielen Paaren so. Die ersten Jahre sind einfach eine große Herausforderung für die Beziehung, da braucht man sich nichts vormachen.

      Hast Du das Gefühl, Dir selbst im Weg zu stehen? Wenn ja, warum? Wenn es sich für Dich richtig anfühlt, bei den Kindern zu sein und nicht mit den Mädels im Kino, dann ist das DEIN Weg. (So wie meiner auch 😉 )

      Deine Jenn

  21. Lee 4. Januar 2017 um 10:10 Uhr- Antworten

    Liebe Jennifer,
    Wie schön, dass du schreibst!

    Unser liebstes Glückskind ist nun fast 8 1/2 Monate jung.
    Mein Mann und ich subd schon von Beginn an einen sehr wertvollen Weg miteinander gegangen – wir sind gut im streiten und reiben uns was das Zeug hält! Vor etwa einem Monat dachte ich mir, dass es das doch nicht wirklich sein kann – ich möchte auf keinen Fall, daß mein Baby Beziehung so lernt und erlebt!
    Und ich packte es an! Eine Seite die ich sehr empfehlen kann ist Eltern Evolution! Das Programm von der wundervollen Stephanie hat mich und uns gerettet!
    Ich habe verstanden und gelernt, dass es immer bei einem selbst Beginnt – die große Reise der Vergebung und vorallem der Liebe. Und vorallem, dass man nie alleine sein muss und es durchaus Wege gibt – auch wenn sie einem noch nicht begegnet sind oder sie noch Meilen entfernt scheinen!

    Auch ich möchte mich retten und somit unsere liebe und unser Liebesprojekt <3 denn auch ich habe an unserer Hochzeit den Wunsch geäußert meinen Glücksmann immer mit dem Herzen sehen zu können!

    Danke liebe Jennifer und alle Kraft und liebe der Welt für euch!

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 10:26 Uhr- Antworten

      Liebe Lee, vielen Dank für den tollen Tipp und den Mut, den Du uns allen mit Deinen Worten machst. Immer mit dem Herzen sehen können, ein wunderschönes Bild. Das will ich auch. Danke für Deine Inspiration. 😀 Deine Jenniffer

  22. Tanja 4. Januar 2017 um 11:00 Uhr- Antworten

    Liebe Jenniffer!
    Ja, ich mache mit! ☺
    Meine Vorhaben für 2017: weniger pflichtbewusst funktionieren, mehr auf unsere Bedürfnisse hören… weniger grübeln, mehr handeln… lachend unsere Familie leben!
    In diesemSinne: ein wundervolles Jahr voller Gelassenheit, Respekt & Liebe ☺
    Herzliche Grüße…
    Tanja

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 13:08 Uhr- Antworten

      Liebe Tanja, juhuuuu, was für schöne Vorsätze Du hast. Und es klingt so leicht, wenn Du es schreibst. So soll es sein. Keine Arbeit. Nur Freude und Liebe. Danke, Tanja! Deine Jenniffer

  23. Manuela Komorek 4. Januar 2017 um 11:01 Uhr- Antworten

    Liebe Jennifer,
    Dein Text ist wirklich sehr mutig und ich kenne die Situation selbst sehr gut. Als unser Sohn 1 1/5 war habe ich mich von meinem Mann getrennt. Es war eine Trotzreaktion. Er sollte endlich verstehen was er an mir hat! Nach 3 Jahren Trennung hatten wir beide verstanden dass wir zusammen gehören. Heute sind wir seid 15 Jahren verheiratet und unser Sohn ist 21 und zieht nächste Woche aus. Was ich sagen will ist, die Paarbeziehung bleibt…. sie ist die Ursache und die Basis für das Elternsein. Es lohnt für und um sie zu kämpfen – manchmal eben auch durch eine Auszeit 😉 Deine Idee mit dem Kalender ist großartig! Bei wenig Zeit kann man es auch mal mit dem Zwiegespräch nach Lukas Möller versuchen. 1,5 Stunden Zwiegespräch in der Woche sorgen wirklich dafür, dass man vor allem sich selbst mal wieder zuhört. Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Erfolg beim Retten eurer Beziehung. Mir scheint, ihr seid auf einem guten Weg ❤👍

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 13:13 Uhr- Antworten

      Liebe Manuela, das Zwiegespräch ist eine prima Idee. Wenn wir aus Gewohnheit vergessen, den Kalender weiterzuführen (so im Februar wahrscheinlich 😉 ) werden wir uns daran erinnern. Das wichtigste ist doch, dass man dranbleibt. Das ist die Schwierigkeit bei so vielen Dingen. Ich bin jedoch voll motiviert, vor allem nach so vielen Kommentaren von „Leidensgenossinnen“. Wir sind nicht alleine, das ist mir jetzt klar. Es geht so vielen Eltern so. Schön, Dich und Deine Arbeit kennenzulernen. Hab vielen Dank für Deinen Kommentar! Deine Jenniffer

  24. Fräulein Rhabarberherz 4. Januar 2017 um 11:21 Uhr- Antworten

    Manchmal muss man es auch positiv sehen:“Familie ist ein Ort enthemmter Kommunikation.“ 🙂

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 13:07 Uhr- Antworten

      😉

  25. Marie 4. Januar 2017 um 13:28 Uhr- Antworten

    Liebe Jenniffer 😊 das ist mal wieder ein sehr schöner und vor allem wichtiger Beitrag von dir, Danke 🙏
    Deshalb nehme ich mir jetzt auch mal die Zeit und schreibe meinen Senf dazu 😉

    Bei mir ist es auch so, unsere Kinder gehen über alles. Wobei ich mittlerweile auch auf meine Bedürfnisse höre und sie mir auch rausnehme. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dann kommuniziere ich sie meinen Kindern gegenüber zu wenig. Das ist auf jeden Fall ein Punkt zum ändern, damit sie es auch verstehen können 🤔
    Mein Mann kommt ganz klar zu kurz, wobei wir uns auch schon gebessert haben. Ich habe das tolle Buch über Zwiegespräche gelesen und für 2017 steht das mit auf meiner Ziel-Liste. Denn ich vermisse es extrem zu sprechen, mich wirklich zu unterhalten, zu erfahren was in meinem Mann überhaupt vorgeht (auch ein Wortkarger), mich und meine Bedürfnisse mitzuteilen und das in einem geschützten Raum, angstfrei und ohne Urteile.
    Eigentlich lernen wir uns gerade erst so richtig kennen, oder haben es noch vor uns. Denn wir haben uns im August kennen gelernt, im November war ich schon schwanger, im Juni haben wir geheiratet und am 30. Juli ist dann unser großer geboren. Wir hatten also noch nicht wirklich Zeit uns kennen zu lernen…..aber lieben tun wir uns und zum Glück kann die wahre Liebe so viel einstecken und ist so geduldig. Unsere Kleine wird im Februar 2 und langsam können wir unsere (Frei)Zeit wieder planen 😉 so auch unsere Paar-Zeit und die wird dieses Jahr fest in Kalender eingetragen.

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 14:35 Uhr- Antworten

      Liebe Marie, mir geht es wie Dir: Ich vermisse es, tiefgründige Gespräche zu führen. Ihr habt schon so viel geschafft, wie ich hier rauslesen kann. Ein Vorbild. Nur nicht aufgeben. Lächeln und Lösungen finden.:-) Danke für die Einblicke in eure Familie. Deine Jenn

  26. Vicky 4. Januar 2017 um 14:23 Uhr- Antworten

    Ein sehr schöner Artikel. Aktuell fürchte ich für uns, dass es in die andere Richtung bei uns gehen wird. Es stimmt einfach an keinem Ende mehr. Finanzielle Probleme bis unters Dach, er ist uneinsichtig, dass es besser wäre sich etwas festes zu suchen und ich ertrage das einfach nicht mehr, als Haupteinnahmequelle das Kindergeld und den -zuschlag zu haben. Innerlich schreit praktisch alles danach, zu gehen. Aber die Kinder lieben den Papa so sehr… Dann dazu die Hoffnung, dass es sich ändert wenn die kleinste bei der Tagesmutter ist und ich wieder arbeiten kann…

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 14:43 Uhr- Antworten

      Liebe Vicky, finanzielle Sorgen können Dir die Luft zum Atmen nehmen. Ich kenne das zu gut. Mir hilft es immer, mir einen Plan B zurechtzulegen. Nichts ist so erdrückend wie das Gefühl, ohnmächtig und ausgeliefert zu sein. Was könnte dieser Plan für Dich und Dein Leben beinhalten? Nachdenkliche Grüße, Deine Jenniffer

  27. Sela 4. Januar 2017 um 14:26 Uhr- Antworten

    Salüü ihr Lieben..

    Ein sehr interessanter Beitrag von dir Jenniffer, noch mehr interessante Beiträge von den vielen Mamis.

    Ich habe immer gedacht es geht nur mir (uns) so – und ob denn all die anderen Eltern keine Schwierigkeiten in der Beziehung haben.

    Wir haben zwei Kinder, unsere erste Tochter hat sich relativ schnell angekündigt und wir haben uns (nach dem ersten Shock meinerseits) auch sehr gefreut. Trotzdem war ich bei der Geburt gerade „erst“ 23 Jahre alt und hätte eigentlich noch viele andere Dinge nach dem Abschluss meines Studiums vorgehabt. Wir haben uns aber gut in die neue Mutter- bzw. Vaterrolle eingelebt und begleiten unsere Kinder liebevoll.

    Und trotzdem…ich nörgle an meinem Mann rum und zweifle manchmal so an uns..Aber er ist der perfekte Papa, es gibt für ihn nichts wichtigeres als seine Familie und er liebt mich so wie ich bin.
    Wieso kann ich das nicht? Er nervt mich manchmal einfach nur..

    Mein Vorsatz fürs neue Jahr ist in diesem Sinne, dass ich es irgendwie schaffe nicht mehr, oder weniger, rumzunörgeln. Meinem Mann zu zeigen wie sehr ich ihn doch eigentlich liebe und dass wir unseren Frieden in der Ehe finden..

    Herzlichen Dank für die vielen Einblicke, es bestärkt mich zu sehen, dass das alles gewissermassen dazu gehört und vielleicht „normal“ ist, in einer Ehe mit kleinen Kindern.

    Liebe Grüsse

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 14:46 Uhr- Antworten

      Liebe Sela, kannst Du näher beschreiben, was Dich so nervt an Deinem Mann? Welche Dinge sind es, die Dich zum Nörgeln veranlassen? Was sind Deine Bedürfnisse dahinter? Wünschst Du es Dir anders? Herzensgrüße, Deine Jenn

  28. Michi 4. Januar 2017 um 14:53 Uhr- Antworten

    Liebe Jennifer,

    vielen Dank für deinen Artikel. Und auch allen anderen Müttern für ihre Offenheit. Es tut gut zu sehen, dass man nicht alleine ist.
    Bei uns ist es ganz ähnlich. Wir haben zwei Kinder (5 und 3). Schon gleich nach der Geburt unserer Großen wurde es schlechter. Mein Mann hat sich das alles etwas rosiger ausgemalt und das Schreien und die schlaflosen Nächte nicht bedacht. Wir haben und dann wieder zusammengerauft und uns für ein zweites Kind entschieden. Unser kleiner Mann ist aber eine große Herausforderung. Er hat das erste Jahr fast nur geschrien und ist ein so genanntes 24-Stunden-Kind. Mein Mann hält nicht viel von meiner Idee der Erziehung. Er schreit oft mit den Kindern, was dazu führt, dass ich ihn kritisiere und das mag er gar nicht.
    Wir führen eigentlich nur noch eine Zweckgemeinschaft. Reden geht gar nicht, da macht er sofort dicht.
    Trennung wäre für mich ein Thema, aber ich habe Sorgen wegen der Kinder und auch finanziell. Ich habe alles, was ich j hatte ins Haus gesteckt und wüsste gar nicht wohin mit den Kindern. Sie lieben ihren Vater sehr.
    Aber ich weiß auch nicht, was mit uns wird, wenn die Kinder dann selbständiger sind. Wir haben eigentlich gar keine Gemeinsamkeiten mehr und reden eigentlich nichts ausser wenn’s um die Kinder geht…

    • Jenniffer 4. Januar 2017 um 19:47 Uhr- Antworten

      Liebe Michi, das klingt erschöpft. Kein Wunder, Du hast mit großen Herausforderungen zu tun. Hut ab für das, was Du leistest. Ich denke immer, wer schreit, weiß sich anders keinen Rat mehr. Auch hier muss unbedingt hinter die augenblickliche Fassade geschaut werden. Warum schreit Dein Mann? Was stresst ihn so sehr, dass er die Kinder anschreit? Ich verstehe Dich. Hab keine Angst, es wird auch wieder eine Zeit kommen, da werdet ihr als Paar wieder eine größere Rolle spielen und dann werden sich auch wieder Gemeinsamkeiten finden. Da bin ich mir sicher. Und bis es soweit ist, schwelgt doch zusammen in Erinnerungen. Weißt Du noch, damals…. 😉 ein schöner Urlaub, die Hochzeit, was auch immer euch verbindet. <3 Ich schicke euch positive Gedanken nach Österreich. Deine Jenniffer

  29. anonym 4. Januar 2017 um 22:53 Uhr- Antworten

    Wir sind auch in einer ähnlichen Lage und ich lese gerade das Buch „Schatz wir müssen gar nicht reden“ von Patricia Love. komischer Titel aber mal ein ganz neuer Ansatz… mit sehr interessanten Erklärungen warum wir so sind wie wir sind (Männer wollen nicht reden, Frauen kritisieren nur rum)

    • Jenniffer 5. Januar 2017 um 7:18 Uhr- Antworten

      Hallo 🙂 Danke für den Tipp! Viele liebe Grüße, Jenniffer

  30. Franzi 1. Juni 2017 um 19:49 Uhr- Antworten

    Hallo Heniffer,
    nun schau ich mich gerade auch mal intensiv in deinem Blog um und lese mal hier mal da und musste unheimlich schmunzeln bei diesem Blogeintrag. Um mich rum Mütter (freundin/familie) den es momentan genauso geht. Und ich die nach dem ich fest gestellt habe, wie du es schreibst; das ich mich und meine Bedrüfnisse hinten an gestellt habe und Mein Partner auch noch vor mich gestellt habe, meine Tochter steht da ja sowieso und schwupp finde ich mich in all dem wieder was du da sagst….und bin e´kurz vorm verzweifeln gewesen.

    Mit meiner Tochter kann ich gut Bedürfnissorientiert um gehen und mit meinem Partner nicht. Warum nur… ??? Bis ich fest stellte das der weg zum bedürfnisorientiertem nur über mich und meine schwach stellen geht. ich muss akzeptieren das ich zwar versuchen kann alles im lot zu halten, das ich es aber nicht kann. Und das wenn ich schwach bin und mein Partner mir dann noch aufzeigt das er es ist, ich natürlich bei ihm rum kritisiere und nicht bei mir. Das ich Fehler habe kann ich offen und ehrlich zu geben aber das ich Ihn deswegen Kritiesiere weil es einfach ist als an mir …das sage ich ihm nicht oder habe ich nicht.

    Jetzt nach dem ich Kontakt zu dir aufgenommen habe und mich auf dem weg gemacht habe (etwas vorher schon) mich wieder ins recht licht zu rücken fällt es mir einfacher zu akzeptieren das es ist wie es ist. Das ich meinen Partner so kennen gelernt und Lieben gelernt habe und das er auch mal schwach und klein sein darf ohne das zu zu geben. Wertschätzender Umgang und verständniss dafür das ein leben mit allem dem prägt versuche ich mir immer wieder vor augen zu führen.

    Nach dem ich beginne mich zu Heilen, heilt um mich rum auch alles. Mama sein ist nichts was man so neben bei machen kann mama sein ist ein Lebensinhalt und Partneri auch!

    • Jenniffer 1. Juni 2017 um 19:54 Uhr- Antworten

      Liebe Franzi, genau so ist es. Es ist nämlich gar nicht so leicht, die Bedürfnisse ALLER Familienmitglieder zu sehen, zu akzeptieren und zu wahren. Es ist auch für mich, wie ich ehrlicherweise schreibe, eine stetige Lernaufgabe, die ständig wieder auf den Tisch kommt. Immer wenn ich denke, jetzt habe ich sie gelernt, kommt eine neue Situation und es wird wieder gefeilscht, wessen Bedürfnis an erster Stelle zu stehen hat. Das war ohne Kind(er) einfacher, denn man konnte sich noch voll auf den Partner / die Partnerschaft konzentrieren. Jetzt ist man froh, wenn man mal zwischen Tür und Angel schnell was besprechen kann, bevor man wieder in eine andere Richtung springen muss. 😉 Deine Jenn

  31. Gunter Reimann 1. Juni 2017 um 20:50 Uhr- Antworten

    Das Leben mit Kindern in der Familie ist wirklich wesentlich stressiger als nur mit einem Partner. Wie ich hier erkennen kann, hat das tatsächlich eine Qualität – eine zwischenmenschliche. Kennenlernen ist mir als wesentlicher Punkt aufgefallen. Das geht ein ganzes Leben lang.
    Ich bin 44 Jahre verheiratet und lerne meine Frau immer noch kennen. Als älteres Ehepaar, das nicht mehr erwerbstätig ist und dessen Kinder selbständig sind, können wir jetzt wirklich als Paar zusammenleben. Wir haben uns allerdings vorher schon ein wenig eingespielt.
    Wir brauchen eine Strategie: eine effektive Kommunikation um Probleme zu lösen.
    Ich frage zunächst einmal: Wie soll sie aussehen?

    • Jenniffer 1. Juni 2017 um 20:58 Uhr- Antworten

      Hallo Herr Reimann, wollen Sie uns Ihr Geheimnis für eine 44-jährige Ehe verraten? Ich bin mir sicher, viele sind sehr gespannt darauf, wenn Sie aus dem Nähkästchen plaudern…

  32. Gunter Reimann 1. Juni 2017 um 21:54 Uhr- Antworten

    Das fing schon in meiner Kindheit an. Meine Mutter hatte 3 Söhne. Sie hätte gern eine Tochter gehabt, damit sie im Haushalt Hilfe bekam. Sei war Mutter, Hausfrau und erwerbstätig. Weil ich ihr Ältester war, wurde ich kurzerhand auch als Tochter erzogen.
    So kam es, dass Familienarbeit für mich heute noch genauso normal und wichtig ist wie Erwerbsarbeit. Das ist das eine.
    Das andere ist eine Kommunikation die einmal klare Botschaften mitteilt = Ichbotschaft, wenn es um die eigenen Bedürfnisse geht. Zum anderen eine einfühlsame Kommunikation mit zuhören und zusehen (beobachten).
    Das lernen wir wohl leider nicht in den allgemeinbildenden Schulen. Das ist aber erlernbar. Wobei einfühlsam sein nicht so einfach ist.
    Es gibt noch etwas zusätzliches: 4 Aspekte: die Sache, die Selbstdarstellung, die Beziehung und der Apell. Die 3 ersten Aspekte sind mir die wesentlichen.
    Hier ein Beispiel:
    Unsere 2. Enkeltochter sagte mir einmal mit ihren 2,5 Jahren:
    „Opa guck mal, ich kann das schon auch“.
    Jetzt versuche ich die Aspekte anzuwenden:
    Die Sache gibt es immer.
    Ich = wer?
    Kann = zu etwa fähig sein.
    Das = etwas bestimmtes.
    Schon = also nicht erst wenn ich größer bin.
    Das zusammen ist eine Selbstdarstellung.
    Auch = Beziehung. In ihrem Falle zu ihrer größeren Schwester als Vergleich.
    Eine Ichbotschaft hat alle Aspekte. Sie sind miteinander verbunden.
    Einfühlsam zuhören und zusehen konzentriert sich auf den anderen Menschen. Die eigenen Gefühle und Werte sind dabei Nebensache. Es ist eine besondere Art Beziehung.

  33. Gunter Reimann 2. Juni 2017 um 7:50 Uhr- Antworten

    Eine kleine Hilfe für das einfühlsame Miteinander:
    Es hat folgende Voraussetzungen:
    Annahme: Ich nehme dich an, wie du bist.
    Akzeptanz: deine Gefühle sind richtig und wichtig. Wichtig bezieht sich auf die Problemlösung. (Johanna Graf)
    Aufmerksamkeit: du bis wertvoll.

    Diese Infos finden Sie in keinem Buch.

  34. Gunter Reimann 16. Juni 2017 um 14:16 Uhr- Antworten

    Vor ein paar Jahren habe ich das Buch „Ich brauche euch zum Leben“ von Annette Rexrodt von Fircks gelesen.
    Es geht zunächst um Mammakarzinom. Vorsicht nichts für schwache Nerven, obwohl sie die selbsterlebte Geschichte für Frauen geschrieben hat, um ihnen Mut zu machen.
    Ich meine, dieses Buch sollte auch für Männer interessant sein.
    Es geht einmal um die Beziehungen mit ihrer Freundin Carmen und zum anderen um die mit ihrem Ehepartner und Vater ihrer Kinder Jo.
    Carmen konnte ihr viel helfen, weil sie Annette spüren ließ, dass sie wichtig ist. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass Carmen die einfühlsame Kommunikation mit Empathie beherrschte.
    Jo hatte Stress mit der Vereinbarkeit von Familie mit dem Erwerbsleben. Ohne Hilfe ging es nicht. Seine Besuche und die Telefonate wurden seltener. Wenn es zu einem Telefongespräch kam, sagte er zu ihr: „Du musst dich nicht so schinden, wir schaffen es.“ Das war zwar beruhigend gemeint, wirkte aber auf Annette wie ein Dorn in ihrer Brust.
    Statt darüber zu klagen, überlegte sie, wie es wohl aus der Sicht von Jo sein könnte: er hat einen technischen Beruf und musste naturwissenschaftlich Denken. Das passt allerdings nicht so gut in das Familienleben. So rief sie ihn an: „Jo komm bitte. Wir müssen reden.“ Bei seinem Besuch erklärt sie was sie wollte. Plötzlich wendete sich bei ihm die Medallie und er sagte, natürlich will ich, dass du wieder in unserer Familie bist. Ich helfe dir wie und wo ich nur kann. Wir brauchen dich.
    Das ließ mich lange nachdenken und ich erkannte, in welchen verschiedenen Welten wir mitunter leben. Mein Gefühl sagte mir, es war wohl bisher nur ein nebeneinander gewesen. Jede, jeder hat spezifische Rollen, aber es ist kaum ein miteinander. Haben die Beiden erst jetzt richtig geheiratet?

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