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Das am weitesten verbreitete Argument, das gegen eine eigene häusliche Betreuung unserer Kinder spricht, scheint mir der finanzielle Aspekt zu sein:

„Ich kann es mir nicht leisten zu Hause zu bleiben, weil wir von einem Gehalt nicht leben können“,

oder „…weil wir ein Haus haben, das abbezahlt werden muss“,

oder „…weil die Mieten in der Stadt einfach so teuer sind“.

Oder oder. ..

Diese ganzen Argumente lasse ich ab heute nicht mehr gelten!

Denn ich werde hier 16 Lösungen aufzeigen, wie Du Geld verdienen und Dein Kind trotzdem selbst betreuen kannst.

Keiner sagt, dass es einfach wird. Aber es gibt Möglichkeiten! Man muss sich nur mal ein wenig bemühen und über den Tellerrand hinausschauen.

Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Du darfst Dir nicht zu schade sein, auch Arbeiten zu erledigen, für die Du vielleicht völlig überqualifiziert bist.

Wenn Dich das nicht abschreckt, und es Dir vor allem um die Betreuung Deiner Kinder zu Hause geht, dann lies jetzt, was ich für Dich herausgefunden habe:

  1. Kugelschreiber zusammenschrauben: Einer der Klassiker der Heimarbeit. Das Montieren lohnt sich jedoch nur bei Plastik- bzw. Werbekugelschreibern.

Das ist doch eine einfache Aufgabe, die Du sogar mit Deinen Kindern gemeinsam erledigen kannst.

  1. Wundertüten befüllen: Na, also wenn das Deinen Kindern keinen Spaß macht, dann weiß ich ja auch nicht. 😉
  1. Briefmarkenschaupackungen erstellen: Du bist leidenschaftlicher Briefmarkensammler? Dann ist das hier Dein neuer Heimarbeitsjob. Eine etwas anspruchsvollere Beschäftigung, jedoch nicht für grobmotorische Kinderfinger geeignet. 😉 Hierfür benötigst Du Gewissenhaftigkeit und Konzentration. Das wiederum wird Dir entsprechend vergütet.
  1. CDs kopieren und brennen: Hierbei handelt es sich um lizenzfreie Software. Unabdingbar hierfür sind ein leistungsfähiger PC und ein schnelles Brennlaufwerk. Nachtrag von Thomas, einem interessierten Leser meiner Seite: „Ich würde heute eher USB-Sticks nehmen und die bespielen.“ In der Tat sind Sticks immer wieder bespielbar, CDs kann man nur einmal bespielen.

Anmerkung: Es gibt im Netz grundsätzlich auch unseriöse Angebote, hier ist also etwas Vorsicht geboten!

Bitte gebt kein Geld aus, um auf irgendwelche Wartelisten zu kommen!

  1. Zeitungen austragen: Du gehst gerne spazieren? Deine Kinder und Du, ihr seid ohnehin ständig an der frischen Luft? Dann wäre doch Zeitungen bzw. Zeitschriften austragen etwas für euch! Informationen gibt es bei meinem Freund Google, die Auswahl ist so groß, dass es diesen Artikel sprengen würde. Gib einfach z.B. „Zeitungen austragen + Deine Stadt“ ein und es kommen bestimmt massenhaft Vorschläge.
  1. Putzen: Das kannst Du abends machen, wenn das Kind schläft. Natürlich nur, wenn Du jemanden hast, der da ist, falls das Kind aufwacht. Dem es vertraut und den es kennt. Hör Dich einfach mal in der Nachbarschaft um, vielleicht gibt es einen alten Menschen, der gut Hilfe im Haushalt gebrauchen könnte.
  1. Bügeln: Zusätzlich zu Deinem eigenen Berg könntest Du noch die Bügelwäsche von Frau Schulz im 1. OG links erledigen. Die hat nämlich keine Zeit, weil sie eine Voll-Voll-Vollzeit-Stelle hat. Die paar Blusen mehr… Das ist etwas für Dich, wenn bügeln auch zu Deinen Lieblingshausarbeiten zählt (so wie das bei mir ist).
  1. Einkaufen: Musst Du ja eh. Warum nicht noch ein paar Tüten mehr schleppen, als gute Tat und für ein paar Euro mehr im Säckel. Herr IchbinnichtmehrgutzuFuß von der anderen Straßenseite dankt es Dir.
  1. Nachhilfe: Du bist ein Mathe-Ass und Dir ist bewusst, dass das wohl das am meisten Nachhilfe-gefragte Fach überhaupt ist? Perfekt! Dann mach doch Aushänge beim Kinderarzt, beim Supermarkt um die Ecke, im Internet…
  1. Kreativität: Du töpferst gerne, schneiderst oder nähst mit Leidenschaft, kannst toll backen, kochen oder Fitness ist Dein Thema? Dann mach Deine Leidenschaft zu Geld. Besser geht es ja gar nicht. Entweder offline oder online. Überlege Dir, wer sind meine Kunden, wen möchte ich ansprechen, und wo finde ich diesen Kunden? Und da gehst Du hin und zeigst Dich und Deine Werke.
  1. Tagesmutter: Du hast gerne Kinder um Dich und Du bist in der Lage, alle herzlich in Deiner Gegenwart willkommen zu heißen? Vielleicht ist dann eine Weiterbildung zur Tagesmutter interessant für Dich? Auskünfte zu Voraussetzungen und Ausbildung erhältst Du beim ortsansässigen Jugendamt.
  1. Vorträge: Du hast ein Thema, von dem Du überzeugt bist, dass es raus in die Welt muss? Oder Du hast eine große Leidenschaft, die Du von Herzen gerne tust, und die Du anderen vorstellen möchtest? Auch hier überlege: Wer ist meine Zielgruppe und wo finde ich diese? Dort machst Du Werbung für Dich und Dein Thema. Räumlichkeiten kannst Du unter Umständen kostenfrei bekommen, z.B. in der Kirche. Oder aber Du bietest den Vortrag als Webinar im Internet an.
  1. Vertrieb: Tupperware, Partylite Kerzen, Schmuck Direktvertrieb, Kosmetik Direktvertrieb usw.

Das sind die Rubriken, die mir spontan einfallen. Sicher gibt es noch viele mehr.

Diese Jobs kannst Du gut in freier Zeiteinteilung ausüben. So kannst Du Dich z.B. mit Deinem Mann absprechen, wer wann auf die Kinder achtgeben kann.

  1. Homeoffice: Gegebenenfalls bietet Dein Arbeitgeber sogar eine Möglichkeit für Dich, von zu Hause ein paar Stunden die Woche in freier Zeiteinteilung zu arbeiten. Frag doch mal nach.

Falls das nicht geht, oder Du aktuell keinen Arbeitgeber hast, suchen vielleicht kleinere Firmen in Deiner Umgebung Hilfe bei der Buchhaltung, bei Büroarbeiten oder der Kundenakquise. Das sind alles Tätigkeiten, die Du wunderbar zu Hause ausüben kannst und mit der Kinderbetreuung „unter einen Hut“ bekommst.

Informationen erhältst Du bei Deiner Agentur für Arbeit oder über Stellenausschreibungen. (Vorsicht, hier gibt es auch massig unseriöse Anzeigen!) Du kannst auch selbst eine Anzeige in der Tageszeitung schalten. Oder Du bemühst Internetsuchmaschinen, um einen passenden Job für Dich zu finden.

Heimarbeit gibt es auf Angestellten-Basis oder als Selbständige. Da musst Du entscheiden, was für Dich besser passt.

  1. Affiliate Marketing: Dafür brauchst Du eine Plattform, z.B. eine Homepage, über die Du Produkte bewirbst und dafür eine kleine Provision vom Hersteller oder Anbieter erhältst.

Beispiel Buchempfehlungen: Du empfiehlst ein Buch und verlinkst zu amazon.de. Wenn jemand das Buch über Deinen Link kauft, bekommst Du eine kleine Provision von amazon.de direkt auf Dein Konto überwiesen. Hier kannst Du Dir ansehen, wie das bei mir aussieht.

  1. Online Business: Das kommt für Dich in Frage, wenn Du der kreative Typ bist, der seine Produkte online verkaufen möchte. Diy ist derzeit in aller Munde, warum solltest Du dem Trend nicht folgen und der Welt zeigen, WAS Du alles drauf hast?!

Ein Online Business kommt aber auch in Frage für Dich, wenn Du Vorträge halten möchtest oder / und eine Message hast, die Du rausschreien willst.

Das ist übrigens, und jetzt spätestens wisst ihr es alle, meine Art, Geld zu verdienen neben der Betreuung meines Sohnes:

Tagsüber bin ich für Emil da, abends, wenn er schläft, bin ich am PC und arbeite.

Ich habe ein Ebook geschrieben: „Kinderkrippe – warum?“, das ich über meine Website www.berufungmami.de verkaufe. Und das ist erst der Anfang.

Im Übrigen gibt es Möglichkeiten, ohne viel Geld zu investieren, sich den Traum eines Online Business zu erfüllen. Eine Homepage beispielsweise kann man mit ein bisschen Geschick mit WordPress selbst erstellen. Und fürs anfängliche Marketing reicht eine Facebook-Fanpage völlig aus.

Und wer jetzt immer noch nichts für sich gefunden hat, dem möchte ich ein Forum ans Herz legen, das keine Fragen und Wünsche zum Thema Heimarbeit offen lässt.

Damit sind ab heute die Ausreden vom Tisch. Hoffe ich.

Ein Nachtrag:

In den Kommentaren zu meinem Artikel Klartext 2.0 haben wir folgendes zu lesen bekommen:

„Wenn du faul Zuhause hocken willst, bitte schön. Aber andere Mütter verurteilen, weil sie ein normales Leben führen und auch noch Mensch/Frau sind und nicht nur ein Hausmütterchen, ist absolut daneben.“

Folgende Anmerkung ist mir daher noch GANZ WICHTIG!

Liebe Mamis, die ihr 100 Prozent eurer Zeit mit euren Kindern verbringt und nicht arbeiten geht: Ihr seid großartig! Mutig und revolutionär! Ihr gehört bewundert für die Arbeit, die ihr tagtäglich leistet. Und eure Kinder werden diese Zeit, die Aufmerksamkeit und die Zuwendung, die ihr ihnen schenkt, zu schätzen wissen. Davon bin ich überzeugt! Ihr werdet euch sicher nicht später mal vorwerfen, die wichtigsten Lebensjahre eurer Kinder verpasst zu haben. Nein. Ihr wart da. Und das ist gut so! Alles richtig gemacht!

Und wie schreibt Ralf Felix Siebler in seinem Buch „Heim will“ so schön: „Das Leben hat auch abseits der Märkte einen Sinn. Man kann auch Werte schaffen, die sich nicht in konkreten Quartalszahlen oder Gehaltsüberweisungen widerspiegeln. Sie werden es nicht glauben: Man kann sich auch außerhalb der Arbeitswelt weiterbilden und weiterentwickeln.“

In diesem Sinne: „Frisch, fromm, fröhlich, frei… ans Werk!“

Mein Dank gilt vor allem Nanette, für die Inspiration zu diesem Artikel. 🙂